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Die CS-Aktie steigt trotz des zusätzlichen Jahresverlusts

Schweizer Börse: Der SMI ist auf Abwärtskurs. Keystone

Dass die Credit Suisse einen noch höheren Jahresverlust verbucht, lässt die Anleger kalt: Die CS-Aktie steigt. Der Swiss Market Index hingegen ist auf Abwärtskurs.

Veröffentlicht am 24.03.2017

Die Schweizer Börse hat am Freitag leicht nachgegeben. Das Geschäft verlaufe in relativ ruhigen Bahnen, sagten Händler. Die Vorgaben gäben keine klare Richtung vor. Die Verschiebung der Abstimmung im US-Repräsentantenhaus über die Gesundheitsreform von Präsident Donald Trump sorge für Ratlosigkeit unter den Anlegern. «Wie weiter, wenn nicht abwarten, lautet die Frage», sagte ein Händler.

Der SMI notierte mit 8617 Punkten um 0,1 Prozent niedriger. Am Donnerstag war der Leitindex um 0,7 Prozent gestiegen.

Gesundheitsreform verschoben

Die Abstimmung über die Gesundheitsreform war am Donnerstag wegen unklarer Erfolgsaussichten verschoben worden. Präsident Trump verlangte daraufhin ultimativ ein Votum am Freitag. Experten zufolge fehlt dem US-Präsidenten bei einer Ablehnung der Gesundheitsreform finanzieller Spielraum für seine geplanten Steuersenkungen und Infrastruktur-Investitionen.

Im Fokus der Anleger standen die Aktien der Credit Suisse, die um knapp ein Prozent zulegten. Händler sprachen von einer Erholung von den Vortagesverlusten. Am Donnerstag war der Kurs um zwei Prozent gefallen wegen Spekulationen über eine milliardenschwere Kapitalerhöhung. «Wir haben heute einiges von der Bank gehört, aber nichts zu einer Kapitalerhöhung», sagte ein Händler. «Und das gestern war eine klare Übertreibung.»

CS-Chef Thiam beziffert den Kapitalbedarf

Konzernchef Tidjane Thiam, der trotz des erneuten Milliarden-Verlusts der Bank für 2016 mit 11,9 Millionen Franken deutlich mehr Lohn erhält als im Vorjahr, habe ja in einem Zeitungsinterview am Mittwoch bereits signalisiert, dass die Bank einen Kapitalbedarf zwischen zwei und vier Milliarden Franken habe.

Die Aktien von Rivale UBS sanken dagegen um 0,4 Prozent. Gewinnmitnahmen drückten die am Vortag kräftig gestiegenen Anteile der GAM Holcing um knapp ein Prozent. Die Assekuranztitel gaben meist nach. Auch bei Baloise strichen Anleger einen Teil der Vortagesgewinne ein.

Nestlé-Titel schwächt sich ab

Die als krisenresistent geltenden Marktschwergewichte zeigten keine klare Richtung. Novartis zogen um 0,1 Prozent an und Roche sanken um 0,1 Prozent. Auch Nestlé schwächten sich um ein halbes Prozent ab. Uneinheitlich bei meist geringen Kursausschlägen präsentierten sich die Aktien zyklischer Firmen. Die Aktien des Uhrenherstellers Swatch legten 0,2 Prozent zu. Rivale Richemont ermässigte sich um 0,1 Prozent.

Die Anteile von Sygnenta zogen um ein Prozent an. Die EU-Wettbewerbshüter dürften die 43-Milliarden-Dollar-Übernahme durch ChemChina Insidern zufolge kommende Woche durchwinken.

Galencia wird tiefer gehandelt

Am breiten Markt wurden die Aktien von Galenica um 0,5 Prozent tiefer gehandelt. Die Gruppe wird heute Freitag nach Börsenschluss Details wie Zeitpunkt, Umfang und Preisspanne des Angebotspreises zum geplanten Börsengang (IPO) von Galenica Sante mitteilen.

Die Aktien von Advaltech stiegen um 5,5 Prozent. Der Autozulieferer hat 2016 die Wende geschafft und einen Reingewinn von 39,7 (Vorjahr: 0,6) Millionen Franken verbucht. Die Aktien von Panalpina sackten um zwei Prozent ab. Goldman Sachs hatte die Aktien des Fuhrunternehmens auf Sell von Neutral herabgestuft.

(sda/mbü)

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