Die vergangenen Monate zählen für viele zu den schlimmsten an der Wall Street, für Währungshändler waren sie jedoch eine Goldgrube. Denn diese litten nicht unter der allgemeinen Volatilität, sondern profitierten von ihr. «Das sind grossartige Märkte, schnell und trendgetrieben», so Russen LaScala von der Deutschen Bank in New York. «Der Traum eines jeden Händlers.» Vor August 2007 waren die Märkte ruhig mit täglichen Schwankungen der Währungskurse von einem Prozentbruchteil. Seit Beginn der Kreditkrise weisen einige Währungen tägliche Schwankungen zwischen 2 und 3% auf. Die Gewinne aus Währungshandel und Zinsinstrumenten waren für die grossen Investmentbanken im 1. Quartal sehr wichtig. JP Morgan, Goldman Sachs, Morgan Stanley und Merrill Lynch gaben bekannt, dass die Erlöse neue Höchstmarken erreicht hätten. Bei der Deutschen Bank halfen sie, Verluste mit hypothekenbesicherten Papieren auszugleichen. Währungshändler LaScala sagt: «Die Märkte haben sich verändert. Ich glaube, dass wir lange Zeit keine niedrige Volatilität mehr sehen werden.»

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