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Spekulation
Die Kaffeeröster-Familie hat offenbar Lust auf Bier

Pilsner Urquell: Die Brauerei steht zum Verkauf. Flickr/CC/Artur Borowski

Anheuser-Busch InBev verkauft Brauereien in Osteuropa. Mehrere Investoren sind an den Bierherstellern interessiert – ganz vorne im Rennen ist wohl eine Kaffeeröster-Familie aus der Schweiz.

Veröffentlicht am 14.11.2016

In Osteuropa stehen mehrere Getränkeunternehmen zum Verkauf. Ihr Besitzer, der weltgrösste Brauereikonzern Anheuser-Busch InBev, muss sich von ihnen trennen, um den Rivalen SABMiller übernehmen zu können. Durch den Verkauf will Anheuser-Busch InBev von den Wettbewerbsbehörden grünes Licht für die Übernahme erhalten.

Konkret geht es um die Geschäfte des Konzerns in Ungarn, Rumänien, Tschechien, der Slowakei und Polen – auch die bekannte tschechische Lagerbier-Brauerei Pilsner Urquell gehört dazu. Insgesamt werden die osteuropäischen Aktivitäten gemäss der Agentur Bloomberg mit 5,5 Milliarden bis 6 Milliarden Dollar bewertet.

Jacobs Holding ist in der engeren Auswahl

Mehrere Investoren interessierten sich offenbar für die Firmengruppe – und ein Schweizer Bieter hat es in die Endauswahl geschafft: Denn laut Bloomberg ist die Beteiligungsgesellschaft Jacobs Holding einer der Favoriten für den Milliardendeal. Ebenfalls noch im Rennen sind unter anderen die chinesische Getränkegruppe China Resources Beer Holdings sowie der japanischen Braugigant Asahi.

Sprecher von Anheuser-Busch InBev und Asahi lehnten eine Stellungnahme ab. Vertreter der Jacobs Holding und China Resources Beer reagierten zunächst nicht auf die Bitte der Agentur Bloomberg um Stellungnahme. Die Jacobs Holding ist die Investmentgesellschaft der deutschen Kaffeeröster-Dynastie Jacobs. Kernstück der Holding ist eine Mehrheitsbeteiligung am weltgrössten Schokoladehersteller Barry Callebaut. Der wirtschaftliche Erfolg der Gesellschaft kommt der gemeinnützigen Jacobs Foundation zugute.

(mbü/bloomberg/hon)

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