Die weiter schwelende Korea-Krise hat auch am Mittwoch den Anlegern in Fernost auf dem Magen gelegen. Allerdings lockten laut Händlern die niedrigeren Kurse vor allem in Tokio zugleich auch Schnäppchenjäger an. Der Nikkei-Index schloss bei 19'357 Punkten und damit nur noch 0,1 Prozent im Minus. Zuvor war er noch um bis zu 0,7 Prozent auf Vier-Monats-Tief von 19'254 Punkte gefallen. Der breiter gefasste Topix-Index.TOPX drehte sogar leicht ins Plus und schloss 0,1 Prozent höher.

Mit Käufen reagierten die Anleger auf den Aufstieg der Japan Post Holdings und der Recruit Holdings in den Nikkei-Index: Japan Post schlossen knapp zwei Prozent und Recruit fast acht Prozent höher. Die Regierung in Pjöngjang hatte den USA zuvor mit «weiteren Geschenkpaketen» nach dem Atomtest am Wochenende gedroht.

Ein grosses Risiko

«Die von der koreanischen Halbinsel ausgehenden Risiken haben vor allem in Ostasien einen tiefen Eindruck hinterlassen», sagte Kota Hirayama, Analyst beim Wertpapierhandelshaus SMBC Nikko Securities. Die Börse in Seoul tendierte leichter, der Leitindex verlor 0,3 Prozent.

Dabei standen vor allem Autowerte unter Druck. Hyundai und Kia verloren drei beziehungsweise vier Prozent. Anleger fürchten Probleme auf dem chinesischen Markt. Am Dienstag hatte ein Joint-Venture von Hyundai mit BAIC Motor Corp seine Produktion eingestellt. Insider erklärten, BAIC versuche niedrigere Preise durchzusetzen. Die Börse in Shanghai war kaum verändert. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen fiel um 0,2 Prozent.

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(reuters/mbü/gku)