An den Olympischen Spielen in Peking nehmen neben tausenden von Athleten und etwa 80 Staats-oberhäuptern auch zahlreiche Chefs namhafter Unternehmen teil. «Man könnte diese Veranstaltung ein sportliches Davos nennen», sagt Sir Martin Sorrell, Chef der Werbegruppe WPP Group, der ebenfalls nach China reisen will. Viele Führungskräfte wissen, dass sie bei diesem Event anwesend sein müssen, wenn sie grosse Deals mit China machen möchten. Unter den CEO, die nach Peking reisen wollen, sind Rick Wagoner (General Motors), Tony Hayward (BP), Stephen Schwarzman (Blackstone Group), Le Scott Jr., (Wal-Mart), Terry Leahy (Tesco) und Rupert Murdoch von News Corp. Bei der von China Mobile veranstalteten Olympia-Feier waren viele Telekom-Bosse anwesend, darunter AT&T-CEO Randall Stephenson. Auf der Liste befinden sich darüber hinaus die Chefs vieler Sponsoren, etwa Jim Skinner (McDonalds), Martin Winterkorn (VW) und Jeffrey Immelt (General Electric).

Hier aufzutreten und «Unterstützung für China zu demonstrieren», sei sehr wichtig für multinationale Konzerne, sagt Marktforscher James McGregor. «Die Spiele sind für China der Leistungstest, nach dem Motto: Wir haben es geschafft, zollt uns Anerkennung.»