Strukturierte Produkte haben auch in diesem Jahr ihr beeindruckendes Wachstum fortgesetzt, wie die neusten Zahlen von Derivative Partners zeigen. Die Anlagesumme hat sich innerhalb eines Jahres um 38% erhöht. Dass die boomenden Instrumente sich auch von den turbulenten Börsenwochen nichts anhaben lassen mussten, unterstreichen auch Daten zu den Barriereverletzungen. Nur bei rund 5% aller Produkte, die einen Teilschutz bis zu einem sogenannten Knock-in bieten, wurde dieser berührt oder unterschritten. Wie die aktuelle, durch den US-Hypothekenmarkt ausgelöste Krise an den Finanzmärkten zeigt, wäre es falsch, sich auf die unantastbare Bank zu verlassen. Aber nicht nur unter den Emittenten, sondern auch bei den Basiswerten gilt es zu diversifizieren. Wer in seinem Depot dem Pfad der Diversifikation zwischen und innerhalb der Anlageklassen folgt, sollte auch durch strukturierte Produkte kein Klumpenrisiko erschaffen. Angesichts der enormen Auswahl und der Tatsache, dass strukturierte Produkte nicht nur auf beinahe das gesamte Aktienuniversum, sondern etwa auch Rohstoffe zu haben sind, birgt diese Anforderung keine allzu grosse Herausforderung. Oder eben nur die der verlockenden Coupons und eines (zu) überzeugend auftretenden Kundenberaters.

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