Trotz angespannter konjunktureller Lage sehen US-Volkswirte vermehrt Erholungssignale in der Wirtschaft. In der jüngsten Prognoseumfrage des «Wall Street Journal» erwarten die meisten der 53 befragten Ökonomen, dass die Rezession im September zu Ende geht. Im März war die Mehrheit der Experten noch von einem Ende des Abschwungs im Oktober ausgegangen. Zum ersten Mal seit Beginn der Rezession haben die Volkswirte damit den Startpunkt der ökonomischen Erholung nicht weiter in die Zukunft verlegt. Gleichwohl prognostizieren sie, dass die US-Wirtschaft sich erst in der 2. Hälfte 2010 so weit erholt habe, dass die Arbeitslosenrate sinkt.

Arbeitslosigkeit nimmt noch zu

Nach Einschätzung der Experten werde das Bruttoinlandprodukt im 1. Quartal dieses Jahres um 5% und im 2. Quartal um 1,8% zurückgehen. Erst im 3. Quartal sei wieder ein leichtes Plus von 0,4% möglich. «Das Ende des Abschwungs markiert nicht den Beginn eines Aufschwungs», sagt David Resler von Nomura Securities. Und so bleiben die Vorhersagen für den Arbeitsmarkt auch trüb. Nur 12% erwarten, dass die Arbeitslosenrate noch in diesem Jahr fällt. Rund ein Drittel geht von einem Höchststand der Arbeitslosenzahlen in der ersten Hälfte 2010 aus. Etwa die Hälfte der Experten sieht die Rate erst 2010 sinken.