Die wichtigsten Indizes in den USA legten den zweiten Tag in Folge zu und der S&P 500 war nur noch etwa ein Prozent von einem Allzeithoch entfernt. Das liegt stark an Russlands Präsident Wladimir Putin. Er erklärte vor dem russischen Parlament, er könne nach der Abspaltung der Halbinsel Krim auf eine weitere Teilung der Ukraine verzichten. «Den Markt beruhigt, dass das nicht zu einer unschönen Konfrontation wird, deren Ausgang völlig offen wäre», sagt Investmentstratege Mark Luschini von Janney Montgomery Scott.

Auch interessant
 
 
 
 
 
 

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss mit einem Plus von 0,6 Prozent auf 16'336 Punkte, nachdem er im Handelsverlauf zwischen 16'245 und 16'369 Stellen geschwankt hatte. Der breiter gefasste S&P-500 stieg um 0,7 Prozent auf 1872 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verabschiedete sich 1,3 Prozent fester auf einem Stand von 4333 Stellen. Der Dax ging in Frankfurt 0,7 Prozent höher bei 9242 Zählern aus dem Handel.

Microsoft auf neuen Höhen

Zu den grössten Gewinnern an der Wall Street zählten die Aktien von Microsoft mit einem Plus von vier Prozent. Der Software-Konzern könnte einem Insider zufolge bald eine Version seiner Office-Software für Apples iPad vorstellen. Wie die Nachrichtenagentur Reuters aus Kreisen erfuhr, könnte der neue Konzernchef Satya Nadella am 27. März den von Analysten lang geforderten Schritt vollziehen. Erstmals seit dem Jahr 2000 kosteten Microsoft-Aktien damit wieder fast 40 Dollar.

Hertz will sich ganz auf die Autovermietung konzentrieren und stösst deshalb für 2,5 Milliarden Dollar die Sparte Geräteverleih ab. Die Aufspaltung soll den Schuldenberg des US-Branchenzweiten reduzieren und außerdem einen Aktienrückkauf im Volumen von einer Milliarde Dollar finanzieren. Die Anleger zeigten sich jedoch von der Bekanntgabe wenig angetan: Die Aktien büßten 0,5 Prozent ein.

Spieleanbieter Gamestop unter Druck

Zu den Verlierern gehörten die Titel von Gamestop mit einem Minus von mehr als drei Prozent. Der weltweit grösste Einzelhandelskonzern Wal-Mart steigt in das Geschäft mit gebrauchten Videospielen ein und könnte deshalb die Geschäftsgrundlage von Gamestop gefährden.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 0,59 Milliarden Aktien den Besitzer. 2346 Werte legten zu, 700 gaben nach und 99 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,95 Milliarden Aktien 1986 im Plus, 620 im Minus und 134 unverändert.

(reuters/se)