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Dollarstärke drückt auf Pumas Schuh

Puma: Der Sportartikelhersteller rüstet die Schweizer Nati aus. Keystone

Der Ausrüster der Schweizer Nationalmannschaft warnt die Anleger: Der starke Dollar belastet, die Gewinnprognose wird deshalb gesenkt. Anleger flüchten aus dem Papier, die Aktie sinkt.

Veröffentlicht am 06.05.2015

Der Sportartikelkonzern Puma hat nach einem Gewinnrückgang im ersten Quartal seine Prognose für das Gesamtjahr gesenkt. Der starke US-Dollar gegenüber fast allen anderen Währungen macht dem Unternehmen in Form von höheren Einkaufspreisen zu schaffen. Dadurch werde die Rohertragsmarge im Gesamtjahr voraussichtlich um bis zu 1,5 Prozentpunkte geschmälert, teilte Puma am Mittwoch mit. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) dürfte von den im Vorjahr erzielten 128 Millionen Euro auf 80 bis 100 Millionen Euro sinken. Auch das Konzernergebnis werde zurückgehen.

Die Börse reagierte verschnupft, zumal Konkurrent Adidas am Vortag mit starken Ergebnissen für die ersten drei Monate des Jahres positiv überrascht hatte. Die im SDax notierte Puma-Aktie verlor im frühen Handel 6,60 Prozent auf 169,20 Euro.

Starker Dollar kann nicht neutralisiert werden

Puma hatte zwar schon bei der Vorstellung der Jahresergebnisse im Februar gewarnt, dass der starke US-Dollar belasten könnte, denn Rohmaterialien werden grösstenteils in Dollar gehandelt. Dennoch war der Konzern zu dem damaligen Zeitpunkt noch von einem leichten Anstieg bei den Ergebnissen und der Marge ausgegangen.

«Wir arbeiten entschlossen daran, diesen negativen Währungseffekten entgegenzuwirken, verfügen aber derzeit nicht über die Möglichkeiten, diese Effekte komplett zu neutralisieren», erklärte Puma-Chef Björn Gulden am Mittwoch die Prognosesenkung. An dem Ausblick für den Umsatz hält Puma hingegen weiterhin fest. Dieser soll nach wie vor währungsbereinigt im mittleren einstelligen Prozentbereich zulegen.

Rückläufiger Gewinn

Im ersten Quartal war der Gewinn bereits rückläufig. Operativ verdiente der weltweit drittgrösste Sportartikelkonzern nach ersten Berechnungen mit 37,5 Millionen Euro 36 Prozent weniger als im Vorjahr. Dabei belasteten auch höhere Aufwendungen fürs Marketing. Der Konzerngewinn ging um 30 Prozent auf 24,8 Millionen Euro zurück. Die meisten Analysten hatten mit einem besseren Abschneiden der Franken gerechnet.

Bei den Umsätzen wirkten sich die Währungseffekte bei dem vom französischen Luxusgüterkonzern Kering kontrollierten Unternehmen hingegen positiv aus. Diese stiegen wie bereits berichtet im Vergleich zum Vorjahr um 13,2 Prozent auf 821,4 Millionen Euro. Währungsbereinigt belief sich das Plus auf 4,4 Prozent. Gefragt waren laut Puma vor allem Schuhe.

(awp/ise/hon)

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