Der Aktienkurs des Baukonzerns Sika liess bereits erahnen, dass 2008 kein Rekordjahr wird für das Unternehmen mit Sitz in Baar. Fast 58% verloren die Sika-Titel 2008. Das Unternehmen erwirtschaftete im Jahr 2008 einen Nettoerlös von «etwas mehr als 4,6 Mrd Fr.», wie Sika am Dienstag mitteilte. Dies entspricht 1,1% mehr als 2007. Die Wachstumsrate in Lokalwährung betrug 7,3%, worin ein Akquisitionseffekt von 1,4% enthalten ist. Im 4. Quartal musste Sika einen Rückgang beim Nettoerlös von 6,5% (in Franken, gegenüber Vorjahr) hinnehmen. «Sika hat unsere Absatzerwartungen und die Konsenserwartungen knapp verpasst», so der Vontobel-Analyst Serge Rotzer.

Aktie sackt ab nach Publikation

Auch die Erwartungen der Investoren wurden nicht erfüllt: Die Aktie verlor nach Publikation zeitweise über 5% an Wert. Sika geht davon aus, dass sich im 4. Quartal die negativen Währungseinflüsse und die hohen Rohstoffpreise «in begrenztem Umfang» auch auf die Gewinnmargen auswirken.

Rotzer erwartet für das 4. Quartal eine Ebitda-Marge von ca. 10,8%, bis 300 Basispunkte weniger als für das 1. Halbjahr 2008. Da es keine Überraschungen gegeben habe, halte man am Hold-Rating und am Kursziel von 1050 Fr. fest, so der Vontobel-Analyst weiter. Martin Hüsler, Analyst bei der Zürcher Kantonalbank, hat hingegen die Gewinnschätzungen nach unten angepasst. Zwar sei die Aktie nicht teuer bewertet: «Die Unsicherheiten bezüglich der weiteren Gewinnentwicklung bleiben jedoch hoch, weshalb wir an unserer Marktgewichten-Einstufung festhalten.»

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Für das laufende Jahr hat Sika noch keine Prognose gemacht. Am 24. Februar veröffentlicht Sika den gesamten Jahresbericht 2008.