Der Gesamtwert der Börsengänge zwischen Januar und November beträgt 48,8 Milliarden Euro und damit um 84 Prozent mehr als im Vorjahr. Dies zeigt eine Studie Studie von PWC. Einschliesslich Dezember rechnen die Experten mit IPOs (Initial Public Offerings) im Wert von mehr als 50 Milliarden Euro, so Christoph Gruss. «Damit verzeichnen die europäischen Börsen 2014 die stärksten IPO-Aktivitäten seit 2007. Unternehmen nutzten die gute Stimmung an den Aktienmärkten, um ihren Börsengang in die Tat umzusetzen», so der PWC-Mann.

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Auch weltweit bleibt der Markt für Börsengänge auf Wachstumskurs: Nach einer Untersuchung des Beratungsunternehmens EYwagten in diesem Jahr rund um den Globus 1206 Unternehmen ( plus 35 Prozent) den Sprung aufs Parkett. Sie erlösten dabei 257 Milliarden Dollar (207 Milliarden Euro) - 50 Prozent mehr als im Vorjahr. Der mit weiten Abstand grösste IPO war demnach die chinesische Handelsplattform Alibaba mit einem Volumen von 25 Milliarden Dollar.

Auch in der Schweiz zahlreiche IPOs

In der Schweiz gab es ebenfalls zahlreiche Börsenneulinge. Zu ihnen gehörten der Industriekonzern SFS, das Internetreisebüro Bravofly, die Glarner und auch die Thurgauer Kantonalbank sowie Molecular Partners. 

Für 2015 rechnet PwC wieder mit IPO-Aktivitäten auf dem Niveau von 2014: «Die Rahmenbedingungen sind auch im kommenden Jahr gut. Die Nachfrage nach lukrativen Unternehmen bleibt in einem durch niedrige Zinsen gekennzeichneten Umfeld hoch, in dem Investoren händeringend nach attraktiven Anlagemöglichkeiten suchen», betonte Gruss. Ausserdem hätten zuletzt einige Unternehmen angesichts des unsicheren Umfelds ihre geplanten Börsengänge verschoben.

Auch die EY-Experten sind zuversichtlich: Die positive Kursperformance von Börsengängen in Europa mit derzeit im Durchschnitt plus 17,3 Prozent spreche dafür, dass 2015 ein ähnlich starkes IPO-Jahr für Europawerde wie 2014, sagte EY-Experte Martin Steinbach: «Zumal die Pipeline an Börsenkandidaten nach wie vor gut gefüllt ist.»

(awp/se)