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Tesla
Elon, wir glauben dir nicht

Elon Musk bei Präsentation des Model 3: Damals war die Euphorie riesig.
Elon Musk bei Präsentation des Model 3: Der riesigen Euphorie ist Ernüchterung gewichen.Quelle: Keystone

Musk twittert Tesla-Aktienkurs ins Hoch. Das hilft seinen Portemonnaie, aber nicht dem Unternehmen.

Kommentar  
Von Peter Manhart
am 08.08.2018

Tesla von der Börse nehmen? Für 420 Dollar pro Aktie? Die x Milliarden schwere Finanzierung sei gesichert? Echt jetzt, Elon? Das zumindest hast du getwittert. Ich muss schon sagen, du bist ein verrückter Hund. Auch wenn du die Börse bekanntlich nicht magst, ist dir nicht entgangen, dass viele Anleger auf einen Kurssturz von Tesla spekulieren. Mit deinem Tweet hast du den Short-Sellern so richtig den Tag vermiest. Innert Kürze nämlich schoss der Aktienkurs in die Höhe und als Folge mussten wohl diverse Spekulanten ihre Wetten glattstellen.

Autsch – deinen Kritikern hast du es damit wirklich gezeigt. Blöd nur, dass dir niemand recht glaubt und du mit dieser Ankündigung keines der Probleme von Tesla löst. Denn wenn wir dir glauben würden, dann stünde der Aktienkurs jetzt nahe der von dir genannten 420 Dollar. Das tut er aber nicht, sondern er stieg lediglich auf rund 380 Dollar, bevor der Handel ausgesetzt wurde.

Liefern, nicht twittern

Persönlich magst du damit mehr als 1 Milliarde Dollar gewonnen haben, verloren haben aber deine Mitarbeiter und dein Unternehmen. Erneut machst du mit deiner konfusen Art, zu kommunizieren, Schlagzeilen und nicht mit einer Erfolgsmeldung zum Model 3. Dabei wäre genau das nötig, sonst droht die Insolvenz. Entschuldige, wenn ich das so direkt sage. Dein Erfolg mit dem ersten ernst zu nehmenden Elektroautobauer der Welt stellt niemand in Abrede. Im Alleingang eine der ganz gros­sen Wirtschaftsbranchen vor sich herzutreiben, ist wahrlich ein Husarenstück. Jetzt aber, wo es gilt zu liefern, kommen von dir lediglich Tweets.

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