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Value-Wert
ElringKlinger auf dem richtigen Weg

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Der Autozulieferer ElringKlinger hatte noch kein Verlustjahr. Quelle: Keystone

Der Autozulieferer notiert auf Buchwertniveau und ist damit so günstig, wie kaum in den letzten zehn Jahren. Der Chart verspricht jetzt den schnellen Kursaufschwung.

Von Georg Pröbstl
am 22.06.2018

Der Buchwert ist die Untergrenze. Zumindest war das so in den letzten zehn Jahren seit der Finanzmarktkrise 2008 und 2009. Seither nämlich ist ElringKlinger niemals nennenswert unter den Buchwert gefallen. Nur Ende 2016 und Ende 2017 notierte die Aktie des Zulieferers der Autoindustrie nur in etwa auf Höhe des Eigenkapitals.  

Und jetzt wieder! Denn seit Ende Januar hat die Aktie des SDAX-Mitglieds schon 30 Prozent an Wert verloren und notiert inzwischen sogar leicht unter dem Eigenkapital von 13,38 Euro je Anteil. Derzeit leidet der Spezialist unter anderem für Zylinderkopf- und Spezialdichtungen, für Abschirmteile für den Motor oder von Komponenten für Batterien unter dem starken Euro.   

Kein einziges Verlustjahr… 

So stieg der Umsatz des Konzerns aus Dettingen in Baden-Württemberg in den ersten drei Monaten des Jahres zwar bereinigt um die negativen Wechselkurseffekte um 5,4 Prozent. Auf Euro-Basis ergab sich aber ein Umsatzrückgang um 0,6 Prozent auf 430,7 Millionen Euro. Der operative Gewinn aus dem Geschäft rutschte dabei sogar gewaltig ab. Nur inklusive des Verkaufserlöses einer Tochter in Höhe von 21,1 Millionen Euro vor Steuern konnte ElringKlinger beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern das Vorjahresniveau mit 37,4 Millionen Euro ziemlich exakt erreichen.


Aber selbst wenn auch noch ein drohender Handelskonflikt mit den USA das Geschäft belasten könnte: Soweit das Auge reicht – zumindest schon einmal beim Blick auf die verfügbaren Geschäftszahlen von ElringKlinger auf der Homepage im Internet zurück bis 1997 – gab es nie einen Verlust im Unternehmen. Sogar in der Rezession 2008 und 2009 schafften die Schwaben noch ein Ergebnis von 0,69 und 0,58 Euro je Aktie.

ElringKlinger profitiert von der steigenden Nachfrage nach Autos

Trotz aller aktuellen Widrigkeiten aus Euro oder Handelskrieg: ElringKlinger profitiert von der weltweit immer weiter steigenden Nachfrage nach Autos und der Auftragsbestand lag Ende März mit 1027,2 Millionen Euro auf einem Rekordniveau. 

Die Bewertung auf Buchwertniveau scheint da schon fundamental betrachtet eine gute Gelegenheit zum Einstieg. Dazu kommt der Chart. Zwar ist der Titel seit fünf Jahren im Abwärtstrend, doch zeigt sich ein spannendes Muster im Kursverlauf: In jedem Jahr kam es von einem Hoch zum Jahresstart oder ersten Halbjahr zu einem raschen Kursverfall und von diesen Tiefs dann auch ganz schnell wieder zu einer Erholung mit Kurssteigerungen von 30 Prozent und mehr. Anleger setzen deshalb darauf, dass der Titel vom Buchwert wie schon Ende 2016 und Ende 2017 jetzt wieder rasant nach oben spurten kann.


ElringKlinger AG

ISIN: DE0007856023
Gewinn je Aktie 2019e: 1,60 €
KGV 2019e: 8,2
Dividende/Rendite 2017e: 0,50 €/3,8%
EK je Aktie: 13,38 €
EK-Quote: 44,9 Prozent
KBV: 1,0Kurs/Ziel/Stopp: 13,08/17,50/9,60 €

* Georg Pröbstl ist Chefredaktor des Börsenbriefs Value-Depesche. Der Börsendienst ist auf substanzstarke, unterbewertete Aktien mit guten Perspektiven aus der D-A-CH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz) spezialisiert. Performance des Musterdepots 1 Jahr: +18,7 Prozent ( DAX: +5,6 Prozent), 3 Jahre: +51,8 Prozent (DAX: +14,9 Prozent). Seit Start im April 2010 steht ein Zuwachs von +374,2 Prozent (Dax: +96,9 Prozent) 
 

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