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Energieagentur rechnet mit Öl-Engpässen

Ölförderung: Die IEA erwartet ein Defizit von 500'000 Barrel pro Tag. Pixabay

In der ersten Jahreshälfte könnte es zu Knappheit beim Öl kommen. Das erwartet die Internationale Energieagentur trotz höheren Lagerbeständen im Januar. Geduld sei nun gefragt.

Veröffentlicht am 15.03.2017

Die weltweiten Öl-Lagerbestände sind nach Angaben der Internationalen Energieagentur (IEA) im Januar erstmals seit sechs Monaten gestiegen. Das weise darauf hin, dass die Förderkürzungen der Opec-Staaten sich erst mit Verzögerungen am Markt bemerkbar machten, teilte die IEA am Mittwoch mit.

Sollten die Mitglieder der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) aber ihre Pläne weiter umsetzen, könnte es zu Engpässen in der ersten Jahreshälfte 2017 kommen. Das Defizit könne bei 500'000 Barrel je Tag liegen.

Mit hohen Reserven gestartet

«Die Botschaft an die, die auf eine Ausbalancierung des Ölmarktes warten ist, dass sie geduldig bleiben und ihre Nerven behalten sollten», schrieben die Experten. Der Ölpreis legte zu. Die Sorte Brent verteuerte sich um 1,8 Prozent auf 51,84 Dollar je Barrel (159 Liter), US-Leichtöl um zwei Prozent auf 48,69 Dollar.

Die Bestände in den Industriestaaten lagen nach IEA-Berechnungen zum Jahresauftakt um mehr als 300 Millionen Barrel über dem Fünf-Jahres-Schnitt. Während die Opec-Staaten ihre Förderung drosselten, wurde insbesondere in den USA mehr Öl produziert.

Grosser Block hinter Kürzungen

Die Mitgliedsstaaten des Ölkartells hatten sich auf die erste Fördergrenze seit acht Jahren geeinigt. Die Länder halten sich nach Angaben von Opec und IEA zunehmend an ihre Zusagen. Auch Russland und zehn weitere Förderländer, die nicht der Opec angehören, beteiligen sich an den Kürzungen. Die Einschnitte hätten bereits zu Jahresbeginn die Preise gestützt, hiess es in dem am Dienstag veröffentlichten Opec-Monatsbericht.

(sda/jfr/mbü)

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