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Attacke
Enttäuschter Investor sticht seinen Finanzberater nieder

Herbes Minus: Verluste mit der chinesischen Währung Renminbi haben zu einer Bluttat geführt. Keystone

Die Rendite war zu niedrig, die Wut dafür gross: Ein Chinese hat auf seinen Vermögensverwalter eingestochen. Der Anlagespezialist erlitt lebensgefährliche Verletzungen.

Veröffentlicht am 14.10.2015

Ein chinesischer Investor hat den CEO der Vermögensverwaltung «Global Wealth Investment», Wang Jie, in Peking niedergestochen. Nach einer Sitzung am Sonntag rammte der entrüstete Anlager ihm ein Messer in die Schulter und verursachte eine 15 Zentimeter lange Wunde. Die Polizei wollte sich zum Vorfall nicht äussern. Der Täter soll zwischen 20 und 30 Jahre alt sein.

Die Financial Times berichtete, dass der junge Investor 47'300 Dollar in ein Produkt der Vermögensverwaltung investiert haben soll und mit der Performance unzufrieden war. Während der Sitzung sass der Täter anfangs noch ruhig neben dem Vermögensverwalter. Als dieser Verluste andeutete, eskalierte die Situation, so Augenzeugen.

Aggressive Stimmung

Die Attacke sei ein  Anzeichen für die zunehmend aggressive Stimmung auf dem unter Druck gekommenen chinesischen Finanzmarkt, so das britische Wirtschaftsblatt. Viele Investoren seien enttäuscht, nachdem sie grosse Teile ihrer Investments durch Produkte verloren haben, die als «risikofrei» angepriesen wurden.

Die Investmentfirma «Global Wealth» beschäftigt in China 200 Mitarbeiter und verwaltet umgerechnet mehr als 100 Millionen Franken für chinesische Anleger.

Vermögensverwalter im Koma

Der Sitz der Vermögensverwaltung war in den letzten Tagen geschlossen. An der Tür hing ein Hinweisschild, dass sich ein «krimineller Vorfall» ereignet hat. Der Attackierte Wang Jie soll sich immer noch im Koma befinden, wie die South China Morning Post schreibt.

(stm)

 

 

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