Der Erfolg von Synthes im Patentrechtsstreit mit der amerikanischen Medtronic um die künstliche Bandscheibe ProDisc hat den Titeln des Medizinaltechnik-Unternehmens zu einem leichten Plus von rund 2% verholfen. Insbesondere die endgültige Unterlassungsanordnung des Gerichtes in Memphis gegen Medtronic für den Verkauf der Produkte-Linie «Maverick» ist positiv zu bewerten, schliesslich kann Synthes damit seinen Vorsprung in diesem Bereich gegenüber dem US-Konkurrenten noch für eine gewisse Zeit aufrechterhalten. Laut Experten ist es nämlich wahrscheinlich, dass eine Produktelinie wie «Maverick» dennoch lanciert werden dürfte, dies nun aber zusätzlicher Forschungen bedarf.

Die auf 21 Mio Dollar verdoppelte Schadenersatzsumme wird ebenfalls wohlwollend beurteilt, fällt allerdings im Verhältnis zum erwarteten Reingewinn von gut 770 Mio Dollar im Geschäftsjahr 2009 kaum ins Gewicht.

Zweistelliges Umsatzwachstum

An den Aussichten für Synthes hat sich mit dem jüngsten Entscheid nur wenig verändert. Bereits zum 1. Halbjahr hat das Medtech-Unternehmen bei einem stetig zunehmenden Umsatzwachstum erfreuliche Margen erzielt. Der defensive Charakter des Geschäftes ist denn auch eine Stärke des Titels. Und bis Ende Jahr geht Synthes, trotz des schwierigen globalen Wirtschaftsumfeld, von einem tiefen zweistelligen Umsatzwachstum in Lokalwährung aus. Laut den Vontobel-Analysten sprechen zudem die finanzielle Stärke des Unternehmens, die hohe Rentabilität sowie eine vernünftige Bewertung für den Kauf der Synthes-Werte. Die Mehrheit der Analysten empfiehlt allerdings, die Aktien zu halten.