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Nobelpreisträger Shiller
«Es ist keine perfekte Blase»

Robert Shiller
Nobelpreisträger ShillerQuelle: Keystone

Robert Shiller, der amerikanische Wirtschafts-Nobelpreisträger, sieht keine Parallelen zur Zeit vor der Finanzkrise.

Veröffentlicht am 28.01.2018

Keiner versteht sich besser auf die Erklärung von Spekulationsblasen als Robert Shiller (71). Der US-Ökonom sah sowohl die New-Economy-Krise 2001 wie den Subprime-Crash 2007 voraus. Kein Wunder, war Shiller am WEF 2018 ein gefragter Mann. Alle wollten von ihm wissen, was vom derzeitigen Boom an den Aktienmärkten zu halten sei.

Im Interview mit SonntagsBlick spricht er zwar von Anzeichen für eine Blase, doch festlegen will er sich nicht: «Es ist keine perfekte Blase. Denn neben dem Optimismus spielt auch Angst eine Rolle. Die Leute lesen und hören ständig von der Automatisierung und fürchten, dass sie den Job verlieren oder ihre Kinder später keinen Job mehr finden könnten. Deshalb kaufen sie Häuser und Aktien. Weil sie denken, das seien Sicherheiten für sie und ihre Kinder.»

Einen Vergleich mit der Zeit vor der Finanzkrise will Shiller nicht ziehen, das habe auch mit den US-Präsidenten zu tun: «Trump stützt den Markt. Die Leuten denken: «Wir haben einen Präsidenten, der für den Markt und gegen Regulierungen ist.»

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