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Essilor im Hoch nach Fusion mit «Ray Ban»-Mutter

Ray Ban: Gehört zu Luxottica. Flickr/CC/Mike Troy

Luxottica will mit Essilor fusionieren. Das sorgt beim französischen Brillenglasproduzenten für das grösste Kursplus in der Geschichte des Unternehmens.

Veröffentlicht am 16.01.2017

Die geplante Fusion mit dem «Ray Ban»-Macher Luxottica hat dem französischen Brillenglas-Hersteller Essilor den grössten Kurssprung der Firmengeschichte beschert. Essilor stiegen in Paris zeitweise um knapp 19 Prozent auf 121,15 Euro. In Mailand steuerte Luxottica mit einem Kursplus von 15 Prozent auf 56,90 Euro auf den grössten Tagesgewinn seit etwa 17 Jahren zu.

Analysten hoben den Daumen für die rund 46 Milliarden Euro schwere Fusion der beiden Konzerne. «Dadurch wird ein Gigant in der Augenoptik entstehen, der von der Herstellung bis zum Verkauf von Brillengläsern und -gestellen alles anbietet», erklärte David Cerdan vom Broker Kepler Cheuvreux. Durch den Zusammenschluss könnten die Firmen Synergien von 400 bis 600 Millionen Euro erzielen. Für Essilor hob er das Kursziel auf 140 (zuvor: 125) Euro an, Luxottica stufte er auf «buy» von «reduce» nach oben und hob das Kursziel auf 56 (44) Euro.

Kartellprobleme befürchtet

Angesichts der Marktgrösse der beiden Konzerne befürchten Experten aber auch Kartellprobleme. Die Firmen hätten weltweit gesehen bereits eine dominante Marktpräsenz, betonte Chris Cooper von der Investmentbank Jefferies. Essilor habe im Markt der Brillenglas-Hersteller einen Anteil von rund 40 Prozent und Luxottica sei der weltweit grösste Brillen-Vertriebskonzern.

Analysten von Exane BNP Paribas erwarten für den globalen Brillenmarkt aber weiterhin starkes Wachstum. Besonders in Schwellenländern gebe es angesichts der grösser werdenden Mittelschicht gute Perspektiven. Auch in den USA werde die Nachfrage steigen.

(reuters/ise/chb)

 

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