Der Goldpreis ist am Mittwoch mit der Sorge der Anleger vor einem Abflauen der US-Wirtschaft und der Angst vor einer Eskalation der europäischen Schuldenkrise auf ein neues Rekordhoch gesprungen. Im frühen Handel stieg der Preis für eine Feinunze (etwa 31 Gramm) in der Spitze auf 1663,10 US-Dollar und damit so hoch wie noch nie.

Zuletzt fiel der Goldpreis wieder leicht zurück auf 1662,90 Dollar. Eine ganze Serie von unerwartet schlechten Nachrichten aus den USA und der Eurozone treibe die Investoren scharenweise in den «sicheren Hafen» Gold, hiess es von Händlern.

Auch zur Wochenmitte beunruhige ein starker Anstieg der Risikoaufschläge für italienische und spanische Staatsanleihen, hiess es von Händlern. Ein mögliches Überspringen der europäischen Schuldenkrise auf Italien bezeichneten Experten der Commerzbank als ein «GAU-Szenario». Die italienische Volkswirtschaft sei einfach zu gross, um sie mit einem Rettungspaket vor einer möglichen Pleite retten zu können.

Ausserdem verfolgen die Anleger nach Aussage von Händlern mit grosser Sorge eine Reihe von zuletzt unerwartet schlechten Konjunkturdaten aus den USA. Zwar konnte die US-Regierung die Zahlungsunfähigkeit mit einem Kompromiss im Steuerstreit in letzter Minute verhindern. Doch die Gefahr einer Rating-Herabstufung für die USA durch bleibt bestehen.

Die Ratingagenturen Moody`s und Fitch haben die Bestnote für die USA zwar zunächst bestätigt. Von Moody`s wurde die Bewertung allerdings mit einem negativen Ausblick versehen. Die Entscheidung von Standard and Poor's (S&P) steht noch aus.

(laf/cms/awp)

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