Der Euro hat sich am Donnerstag vor den geldpolitischen Entscheidungen der Europäischen Zentralbank (EZB) kaum bewegt. Im Mittagshandel kostete die Gemeinschaftswährung 1,1226 Dollar.

Gegenüber dem Schweizer Franken kletterte der Euro im Vormittagsverlauf kurzzeitig über 1,09 Franken, bevor er wieder darunter zurückfiel. Aktuell notiert er im Vergleich zum Morgen marginal tiefer auf 1,0887 (1,0891) Franken. Der US-Dollar wird zu 0,9697 nach 0,9696 Franken gehandelt.

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Warten auf Mario Draghi

Am Nachmittag wird der EZB-Rat seine Entscheidungen verkünden und Präsident Mario Draghi diese kommentieren. Die jüngst gefallenen Energiepreise und die Kursgewinne des Euro haben zuletzt den Kampf gegen die niedrige Inflation erschwert. Zudem dürfe sich Draghi auch zu den von China ausgehenden Finanzmarktturbulenzen äussern. Draghi wird laut Ökonomen zwar Handlungsbereitschaft signalisieren, aber das milliardenschwere Anleihekaufprogramm zunächst noch nicht ausweiten.

Die stärker als erwartet verbesserte Stimmung im Dienstleistungssektor der Eurozone hat den Eurokurs nur kurzzeitig gestützt. Von den vier grossen Ländern der Eurozone enttäuschte lediglich der Dienstleistungssektor Frankreichs. In Deutschland wurde der Wert aus der Erstschätzung merklich nach oben revidiert, in Italien stieg der Indikator deutlicher als erwartet.

(awp/dbe/hon)