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Euro über 1,25 Franken: Unia fordert höheren Mindestkurs

Der gegenwärtige Höhenflug der europäischen Einheitswährung geht weiter. (Bild: Keystone)

Die Stärke der europäischen Einheitswährung hält an: Der Euro stieg auf den höchsten Stand seit Mai 2011. Deshalb fordert die Gewerkschaft Unia von der Schweizerischen Nationalbank eine sofortige Anhe

Veröffentlicht am 18.01.2013

Der Euro hat sich knapp unter 1,34 US-Dollar und damit in der Nähe seines Elf-Monatshochs gehalten. Im frühen Handel stand die Gemeinschaftswährung bei 1,3381 Dollar. Zu Beginn der Woche hatte der Euro bei 1,3404 Dollar den höchsten Stand seit Februar 2012 erreicht. Am Vortag hatte die Europäische Zentralbank (EZB) den Referenzkurs auf 1,3368 (Mittwoch: 1,3277) Dollar festgesetzt.

Im frühen Handel rechnen Experten zunächst nicht mit viel Bewegung beim Kurs des Euro. Abgesehen von etwas besser als erwartet ausgefallen Konjunkturdaten aus China fehlen die Impulse. Erst am Nachmittag könnte die Veröffentlichung von US-Konjunkturdaten noch einmal für etwas mehr Bewegung sorgen.

Zum Franken kletterte der Euro über Nacht auf den höchsten Stand seit Mai 2011. Im Hoch erreichte die Gemeinschaftswährung bisher 1,2570 Franken. Zuletzt kostete der Euro 1,2542 nach 1,2484 Franken am Vorabend. Damit hat der Euro seit Mittwoch vergangener Woche um rund 5 Rappen zugelegt. Der Dollar stieg auf 0,9374 nach zuletzt 0,9327 Franken.

Unia-Forderung an die SNB

Die SNB solle die Gelegenheit beim Schopf packen, denn im Frühling drohe eine weitere Welle von Massenentlassungen, schreibt die Unia in einer Medienmitteilung. In der Industrie bereiteten mehrere Betriebe die Verlagerung von Arbeitsplätzen aus der Schweiz in den Euro-Raum vor. Auch der Tourismus leide, in der Hotellerie habe dies bereits tausende von Arbeitsplätzen gekostet.

Mittelfristig müsse die Nationalbank weiterhin einen «vernünftigen Wechselkurs» von gegen 1,40 Franken je Euro anstreben, verlangt die Unia. Auch der Schweizerische Gewerkschaftsbund (SGB) hatte eine Kursuntergrenze von 1,40 Franken gefordert.

Inzwischen dürfte sich die Überbewertung des Frankens auch durch die höhere Teuerung in der Eurozone etwas abgeschwächt haben. Ökonomen sehen den «fairen Wechselkurs» gemessen an der Kaufkraft in der Region um 1,30 Franken.

(vst/aho/awp)

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