Die Furcht vor einer Eskalation der Schuldenkrise in der Eurozone und der Wettlauf gegen die vorübergehende Zahlungsunfähigkeit der USA treibt die Anleger immer stärker in den «sicheren Hafen» Gold. Weltweit gehen die Investoren auf Nummer sicher, kaufen tonnenweise Gold und haben eine neue Rekordjagd am Goldmarkt ausgelöst.

Zu Beginn der Woche sprang der Goldpreis für eine Feinunze (31,1 Gramm) erstmals über die Marke von 1600 Dollar. Am späten Vormittag erreichte er ein neues Rekordhoch bei 1600,40 Dollar.

Wie stark der Ansturm der Investoren auf das wertvolle Edelmetall ist, zeigt ein Blick auf den weltgrössten börsengehandelten Goldfonds (Gold-ETF), den SPDR Gold Trust. Der Fonds verzeichnete laut Angaben der Commerzbank alleine am Freitag Zuflüsse von 10,6 Tonnen.

Und ein schnelles Ende des Höhenflugs beim Goldpreis ist nicht in Sicht. «Das Umfeld für Gold bleibt günstig», schreiben die Experten des Frankfurter Instituts. An den Finanzmärkten ist die Verunsicherung gross und die Schuldenkrise hält «mit all ihren Ansteckungsgefahren den Goldmarkt fest im Griff», hiess es in einer Einschätzung der Deka Bank.

Die Schuldenkrise scheine sich immer weiter zuzuspitzen, hiess es von Händlern. Die Anleger würden gespannt auf den Sondergipfel der Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union zur Griechenland-Rettung am kommenden Donnerstag warten. Beim Kampf gegen die Schuldenkrise werden nach Einschätzung von Experten der HSH Nordbank mittlerweile auch drastischere Ideen diskutiert, wie zum Beispiel die Emission von europäischen Staatsanleihen.

(laf/tno/sda)

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