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Aussichten
Experten: Abwertung des Frankens setzt sich fort

Frankenstärke
Euro-Franken: Der Abschwächungstrend dürfte sich laut Umfrage fortsetzen.KeystoneQuelle: Keystone

Eine weitere Abschwächung des Frankens gegenüber dem Euro und Dollar steht an. Davon zeigen sich Finanzspezialisten laut einer Umfrage der CS überzeugt. Zwei Branchen dürfte das freuen.

Veröffentlicht am 25.10.2017

Gute Aussichten für die Schweizer Exportbranche und den Tourismus: Finanzspezialisten zufolge dürfte der Franken gegenüber dem Euro und dem US-Dollar weiter an Wert verlieren. Das zeigt die monatlich durchgeführte Finanzmarkt-Umfrage der Credit Suisse.

Demnach rechnen 40 Prozent der befragten Finanzanalysten trotz der bereits stattgefundenen Frankenabwertung mit einer Fortsetzung des Trends in den kommenden sechs Monaten, wie die Credit Suisse in einer Mitteilung vom Mittwoch schreibt. So hoch war der Anteil seit Mai 2015 nicht mehr. An eine Aufwertung des Frankens glauben indes nur noch 16 Prozent der Befragten. Am frühen Mittwochnachmittag musste für ein Euro 1,168 Franken bezahlt werden.

Optimistischer für die Konjunktur

Auch gegenüber dem US-Dollar tendieren die Börsenprofis auf eine schwächere Heimwährung. Während knapp die Hälfte (48 Prozent) von einem stabilen Franken-Dollar-Kurs ausgehen, glauben 44 Prozent an eine positive Kursentwicklung des Dollars.

Was die Aussichten für die Schweizer Konjunktur insgesamt betrifft, schätzen die Finanzanalysten die Lage im Oktober etwas besser ein als im Vormonat. Der so genannte Credit Suisse CFA Society Switzerland Indikator ist zum zweiten Mal in Folge angestiegen und erreicht mit 32 Punkten den zweithöchsten Stand seit Januar 2014. Nur im Juli diesen Jahres lag der Index mit 34,7 Punkten höher.

60 Prozent der befragten Analysten rechnen mit einer stabilen wirtschaftlichen Entwicklung über die nächsten sechs Monate. Gut ein Drittel (36 Prozent) geht von einer weiteren Verbesserung der konjunkturellen Lage aus.

Bessere Aussichten

Die Erwartungen für das Wirtschaftswachstum im kommende Jahr sind indes gestiegen, was die Credit Suisse jeweils quartalsweise abfragt. Im Vergleich zum Juni rechnen 46 Prozent mit einem Wachstum des Bruttoinlandprodukts (BIP) zwischen 1.5 und 2 Prozent, wohingegen es im Juli lediglich 36 Prozent der Befragten waren.

Allerdings wurden die Erwartungen für das laufende Jahr nach unten korrigiert. Im Juli rechneten noch 88 Prozent mit einem BIP-Wachstum zwischen 1 und 1,5 Prozent. Laut der aktuellen Umfrage glauben nun 42 Prozent an ein Wachstum von 0,5 bis 1 Prozent.

(sda/jfr/gku)

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