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Prognose
Experten wetten auf weitere Goldbaisse

Krisen heizen den Goldpreis an. Nun sagen mehrere Experten aber einen weiteren Werteverfall voraus. Sie lagen bereits 2013 richtig.

Veröffentlicht am 25.09.2014

Nach zwölf Jahren ununterbrochenen Preisanstiegs, kräftig unterstützt durch die weltweite Finanzkrise, verlor der Goldpreis 2013 um 28 Prozent an Wert. Fast niemand sah den Verfall voraus. Eine Ausnahme war Jeffrey Currie von Goldman Sachs. Am 10. April 2013 gab er eine Verkaufsempfehlung heraus, kurz bevor der Goldpreis am 15. April um 13 Prozent einsackte und die Talfahrt begann. Damit war Currie einer der wenigen Experten, die richtig lagen.

Prognosen für 2015 verschlechtert

Nun sieht er wieder schwarz. Ende 2014 erwartet er den Goldpreis bei 1050 Dollar pro Feinunze. Sekundiert wird er von Société Generales Michael Haigh, der den 2013er-Absacker ebenfalls richtig vorhersah. Haigh denkt, dass der Goldpreis bis im dritten Quartal 2015 um mehr als fünf Prozent absinkt. Er sieht den Goldpreis im dritten Quartals nächstes Jahr bei 1150 Dollar. Die Grossbanken Citigroup und UBS sind bezüglich der Preisentwicklung auch nicht sehr positiv eingestellt: Die Amerikaner sehen den Wert nächstes Jahr bei 1225, die Schweizer bei 1200 Dollar.

Zwar gibt es weltweit genügend politische Krisenherde. Doch Currie und Haigh glauben, dass diese den Goldpreis nicht weiter anheizen werden, da sie nicht weiter eskalieren. Auch stünde die aktuelle Zinspolitik der US-Notenbank weiteren Preisanstiegen entgegen.

(chb/dbe)

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