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Anstieg
EZB-Chef Draghi vergoldet den Preis fürs Edelmetall

Die EZB-Zinssenkung treibt den Goldpreis auf den höchsten Stand seit einem Jahr. Das hat mit dem Dollar-Kurs zu tun.

Veröffentlicht am 11.03.2016

Der Goldpreis hat nach Äusserungen des Präsidenten der Europäischen Zentralbank (EZB) deutlich zugelegt und am Freitag den höchsten Stand seit einem Jahr erreicht. In der Spitze mussten die Anleger für eine Feinunze (etwa 31 Gramm) an der Börse in London 1284,64 Dollar hinblättern. Damit ist Gold so wertvoll wie zuletzt im Februar 2015.

Bereits seit Jahresbeginn ist der Goldpreis auf Erholungskurs. Zuletzt haben laut Experten Äusserungen des EZB-Chefs Mario Draghi dem Edelmetall Auftrieb gegeben. Der deutliche Preisanstieg sei erfolgt, nachdem Draghi am Donnerstag geäussert habe, dass er weitere Zinssenkungen derzeit nicht für nötig erachte, meinen Experten der Australia & New Zealand Banking Group. «Der geänderte geldpolitische Kurs wird die Goldkäufe stützen.»

Dollar schwächt sich ab

Draghi hatte zwar ein umfassendes Paket geldpolitischer Lockerungen vorgelegt und damit den Euro zunächst geschwächt. Während der Pressekonferenz im Anschluss an die Entscheidungen stieg die Gemeinschaftswährung jedoch weit über ihr Ausgangsniveau hinaus.

Im Gegenzug wurde der Dollar geschwächt. Da Gold zumeist in Dollar gehandelt wird, verbilligt sich dadurch das Edelmetall gemessen in anderen Währungen. Das steigert die globale Nachfrage und lässt dadurch den Goldpreis steigen.

(awp/mbü/ama)

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