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Facebook stapelt tief beim Börsengang

Logo in der Konzernzentrale: Selbst mit 5 Milliarden wäre es einer der grössten Börsengänge aller Zeiten. (Bild: Keystone)

Facebook startet seinen Börsengang laut einem Zeitungsbericht mit angezogener Handbremse. Die angepeilten Einnahmen liegen demnach zunächst bei 5 Milliarden Dollar. Bislang war von deutlich mehr ausge

Veröffentlicht am 01.02.2012

Facebook dürfte heute Mittwoch den ersten Schritt auf seinem Weg an die Börse machen: Nach übereinstimmenden US-Medienberichten wird im Laufe des Tages die Veröffentlichung des Börsenprospekts erwartet, der die potenziellen Investoren mit den Geschäftszahlen des Unternehmens vertraut macht.

Die angepeilten Einnahmen des Börsengangs lägen zunächst bei 5 Milliarden Dollar, schrieb die «New York Times» unter Berufung auf eine eingeweihte Person. Bislang war von rund 10 Milliarden ausgegangen worden.

In dem Börsenprospekt stehen auch die erwarteten Einnahmen aus dem Verkauf eines ersten Schwungs an Aktien - die erwähnten 5 Milliarden Dollar. Die Summe ist aber nicht viel mehr als ein Anhaltspunkt. Es ist üblich, dass Firmen tiefstapeln, dann die Reaktion der Investoren abwarten und falls genügend Nachfrage besteht später den Preis erhöhen.

Monate bis zum eigentlichen Börsengang

Doch selbst mit 5 Milliarden Dollar wäre Facebook immer noch einer der grössten Internet-Börsengänge aller Zeiten. Suchmaschinenprimus Google kam bei seinem Börsengang im Jahr 2004 auf Einnahmen von 1,7 Milliarden Dollar. Zusammen mit den Aktien, die bei den Alteigentümern verblieben, lag die Gesamtbewertung damals bei 23 Milliarden Dollar. Bis heute sind daraus 189 Milliarden Dollar geworden.

US-Medien gingen bislang davon aus, dass Facebook beim Börsengang mit 75 bis 100 Milliarden Dollar bewertet wird. Damit würde der Senkrechtstarter vom Firmenwert her in einer Liga mit dem Autokonzern VW oder dem Industriemulti Siemens spielen.

Von der Vorlage des Börsenprospekts bis zum eigentlichen Gang an die Börse kann es aber noch Monate dauern. In dieser Zeit wirbt die Facebook-Führung um Gründer Mark Zuckerberg bei Investoren für ihr Unternehmen. Hilfe erhält Zuckerberg dabei von der US-Investmentbank Morgan Stanley; laut US-Medienberichten steht das Wall-Street-Haus endgültig als federführende Bank fest.

(laf/tno/sda)

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