Fitbit, US-Hersteller von Fitnessarmbändern, will an die Börse. Ziel des Börsengangs sei es, rund 100 Millionen Dollar einzunehmen, schrieb Fitbit am Donnerstag in einer Mitteilung an die US-Börsenaufsicht.

Fitbit habe seit seiner Gründung 2007 bis Ende März dieses Jahres bereits mehr als 20 Millionen Fitnessarmbänder weltweit verkauft, schrieb das Unternehmen. Laut einer Studie sei Fitbit in den USA der Marktführer bei den sogenannten Wearables zur Messung der eigenen Fitness – mit einem Anteil von 68 Prozent.

Umsatz: 745 Millionen Dollar

Die Firma machte ihren Angaben zufolge im vergangenen Jahr einen Umsatz von 745 Millionen Dollar und damit fast dreimal so viel wie 2013. Damit gelang dem Unternehmen aus San Francisco auch der Sprung in die schwarzen Zahlen mit einem Gewinn von knapp 131,8 Millionen Dollar. Im ersten Quartal dieses Jahres habe das Wachstum sogar noch angezogen, hiess es.

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Neben Fitnessarmbändern, die etwa die Herzfrequenz, zurückgelegte Schritte und verbrauchte Kalorien messen, bietet Fitbit auch eine vernetzte Waage an. Das Unternehmen hatte zuletzt 579 Mitarbeiter. Beim Börsengang in New York, dessen Datum noch nicht feststeht, soll die Firma das Kürzel FIT bekommen.

Teure Rückrufaktion

Einen empfindlichen Dämpfer musste Fitbit vor gut einem Jahr einstecken. Das neue Topmodell Force wurde Anfang 2014 vom Markt genommen, nachdem sich einige Nutzer über Probleme mit Hautausschlag beschwert hatten. Die Rückrufaktion kostete Fitbit insgesamt mehr als 100 Millionen Dollar, wie jetzt bekannt wurde. Die damit verbundenen Sammelklagen seien beigelegt worden.

Konkurrenten der US-Firma sind Jawbone aus den USA oder Withings aus Frankreich. Die Marktposition der Anbieter solchen Fitness-Zubehörs wird von einigen Experten allerdings angesichts des erwarteten Booms bei Computer-Uhren in Frage gestellt.

Smartwatches als Konkurrenz

So ist die neue Apple Watch ebenfalls stark auf Fitness-Funktionen fokussiert. Skeptiker argumentieren, dass Fitness-Bänder von den Smartwatches mit ihren vielen Funktionen verdrängt werden – ähnlich, wie MP3-Player den Smartphones weichen mussten. Fitbit-Manager kontern, der unerschlossene Markt sei noch so gross, dass für diverse Geräte Platz sei.

(sda/ise/hon)