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Fitch droht Deutscher Bank mit schlechterem Rating

Deutsche Bank: Sie ist unter Druck. Keystone

Die Einschätzung von Fitch zur Deutschen Bank ist gefährdet: Die Ratingagentur prüft, ob sie ihre Note senken soll – der Entscheid wird Anfang 2017 fallen.

Veröffentlicht am 04.11.2016

Die Ratingagentur Fitch prüft eine Herabstufung der Bonitätsnote für die Deutsche Bank. Die Ratingexperten haben Zweifel, dass es dem grössten deutschen Geldhaus gelingt, 2017 so viel mehr Erträge zu erwirtschaften, dass es sein Eigenkapital wie geplant aus eigener Kraft aufstocken kann.

Die Deutsche Bank will die harte Kernkapitalquote bis Ende 2018 von 11,1 auf 12,5 Prozent verbessern. Die Verschuldungsquote (Leverage Ratio) soll sich auf 4,5 Prozent verbessern. Fitch versah die Note «A-», mit der sie die Bank langfristig bewertet, am Donnerstag mit dem Hinweis «Rating Watch Negative». «A-» ist die siebtbeste Note auf der 21-stufigen Skala von Fitch.

Entscheid fällt nach Publikation Quartalszahlen

Eine Entscheidung, ob sie tatsächlich gesenkt wird, soll spätestens nach Vorlage der Geschäftszahlen für das erste Quartal fallen. Die Ratingexperten erwarten vom Jahresstart 2017 Aufschluss darüber, wie die Bank mit ihrem Umbau und ihren Massnahmen zur Kostensenkung vorankommt und ob sie ihre Position gegenüber den anderen grossen Investmentbanken verteidigen kann. Die Bank müsse ihre Fähigkeit zeigen, ihr Ertragspotenzial zu verbessern, um ihr Langfrist-Rating 'A-' zu halten, hiess es.

Fragezeichen sieht Fitch vor allem wegen des schleppenden Geschäfts in Europa und in Teilen Asiens. Auch das wacklige Vertrauen der Kunden und die Moral der Belegschaft könnten es ihr im Konkurrenzkampf schwer machen. Bis zum ersten Quartal könne die Bank auch einige ihrer grossen Rechtsstreitigkeiten beigelegt haben, heisst es in der Studie. Eventuelle Rückschläge auf diesem Gebiet könnten das Rating ebenfalls gefährden, warnt Fitch.

(awp/mbü/me)

 

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