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Warnung
Fitch stellt das Spitzenrating der USA in Frage

Das Kapitol in Washington: Die Schuldenobergrenze ist bald erreicht. Keystone

Noch bewertet Fitch die USA mit ihrem Top-Rating. Doch die Kreditwürdigkeit der Supermacht ist aus Sicht der Ratingagentur gefährdet.

Veröffentlicht am 23.08.2017

Die Ratingagentur Fitch hat die USA von einem Reissen der Schuldengrenze gewarnt und mit Folgen für das Top-Rating «AAA« gedroht. Sollte der Kongress die Grenze nicht rechtzeitig erhöhen, könne dies «potenziell negative Implikationen« zur Folge haben, erklärte die US-Agentur am Mittwoch.

Sollte zudem die US-Regierung in einer solchen Situation gewisse Schuld-Zahlungen anderen vorziehen, wäre dies möglicherweise «nicht mit dem ‹AAA ›-Status vereinbar». Experten erwarten Zerwürfnisse an den Märkten, sollte der Regierung in Washington das Geld ausgehen. Ein schlechteres Rating zieht in der Regel höhere Kosten bei der Schulden-Aufnahme nach sich.

Finanzminister muss Kreativität beweisen

Im Moment steht die Schuldengrenze bei 19,9 Billionen Dollar. Finanzminister Steven Mnuchin muss seit März die Regierung mit buchhalterischen Tricks liquide halten, etwa indem er Beiträge für Pensionsfonds von Regierungsangestellten verspätet einzahlt. Endgültig könnte dem Bund das Geld im Oktober ausgehen.

Zwar haben die Republikaner von Präsident Donald Trump in beiden Kammern eine Mehrheit. Allerdings wollen einige konservative Parteimitglieder nur dann einer Erhöhung zustimmen, wenn gleichzeitig das Haushaltsdefizit deutlich gesenkt wird. Der Kongress tritt nach seiner Sommerpause am 5. September wieder zusammen.

(reuters/mbü)

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