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Formycon erreicht wichtige Meilensteine

Formycon
Formycon: Stellt Nachahmemedikamente von originalen Biopharmazeutika her.Quelle: Keystone .

Der Biosimilar-Experte verdoppelt im ersten Quartal seinen Umsatz. Neue Medikamente versprechen in Zukunft noch bessere Ergebnisse.

Von Georg Pröbstl*
am 15.06.2018

Die Story wird immer heisser! Zwar bringt die Aktie von Formycon seit Besprechung an dieser Stelle vor einem Jahr nur ein kleines Plus von 3,0 Prozent (SMI: -4,3 Prozent), doch operativ drückt der Experte für Biosimilar zunehmend aufs Tempo.

Biosimilars sind Nachahmermedikamente von originalen Biopharmazeutika und Formycon hat einige Projekte teils sehr weit fortgeschritten in der Pipeline. So steht inzwischen schon der Biosimilar-Kandidat FYB201 – das ist ein Nachahmermedikament des Originals Lucentis zur Behandlung von Problemen mit der Netzhaut des Auges – kurz vor dem Abschluss der klinischen Phase-III-Studie. FYB201 wurde dabei bereits knapp vier Jahre lang an Patienten getestet und wie sich jetzt zeigt, ist die Wirksamkeit mit denen des Originalpräparates vergleichbar. Voraussichtlich im zweiten Quartal soll die Studie abgeschlossen sein und die Markteinführung des Medikaments ist für 2020 in den USA und dann ab 2022 im Europäischen Wirtschaftsraum geplant.

Die Markteinführung eines Biosimilars ist schon in zwei Jahren zu erwarten

Formycon hat dieses Produkt an einen Partner auslizenziert und erhält daraus neben Meilensteinzahlungen später Lizenzanteile von geschätzt rund zehn Prozent der erzielten Umsätze. Die Lizenzeinnahmen von Formycon aus FYB201 könnten dann bereits etwa in 2021/2022 bei 100 Millionen Euro im Jahr liegen. Damit wäre schon in wenigen Jahren ein Gewinn des Unternehmens im Bereich von etwa 10,0 Euro je Aktie drin. Da der Biosimilarexperte aber auch noch weitere Produkte entwickelt, ist in den Jahren danach sogar mit deutlich höheren Ergebnissen zu rechnen.

Die aktuellen Fortschritte der Entwicklung zeigen sich an wichtigen Meilensteinzahlungen des Lizenzpartners. So verdoppelte Formycon seinen Umsatz im ersten Quartal aufgrund vereinbarter Zahlungen nach dem Erreichen von bestimmten Entwicklungsschritten auf 13,7 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern drehte dabei von einem Verlust von 700000 Euro im Vorjahreszeitraum auf ein Plus von 6,7 Millionen Euro. Angesichts eines Liquiditätspolsters von rund 20 Millionen Euro per Ende März dürften auch die weiteren Entwicklungsprojekte von Formycon bis zur Marktreife weitgehend durchfinanziert sein.

Neue Kooperationen

Sind mittelfristig bei der Aktie dreistellige Kurse zu erwarten, so könnte es bereits in den nächsten Monaten zu deutlich höheren Notierungen kommen. Gerüchten zufolge soll Formycon derzeit in Gesprächen über eine weitere sehr vielversprechende Kooperation stehen. Das Allzeithoch von Juni 2017 bei 38,80 Euro könnte ganz schnell übersprungen werden.

Formycon AG

ISIN: DE000A1EWVY8

Gewinn je Aktie 2019e: 0,40 €

KGV 2019e: 93,2

Dividende/Rendite 2017e: -

EK je Aktie: 2,75 €

EK-Quote: 82,8 Prozent

KBV: 13,6

Kurs/Ziel/Stopp: 37,30/59,50/25,70 €

* Georg Pröbstl ist Chefredaktor des Börsenbriefs Value-Depesche. Der Börsendienst ist auf substanzstarke, unterbewertete Aktien mit guten Perspektiven aus der D-A-CH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz) spezialisiert. Performance des Musterdepots 1 Jahr: +18,7 Prozent ( DAX: +5,6 Prozent), 3 Jahre: +51,8 Prozent (DAX: +14,9 Prozent). Seit Start im April 2010 steht ein Zuwachs von +374,2 Prozent (Dax: +96,9 Prozent)

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