Der Schweizer Franken fällt: Nachdem der Euro zum Franken schon im asiatischen Handel über Nacht etwas angezogen hatte, fiel der Franken im Verlauf des Vormittagshandels weiter zurück und der Euro pendelte sich für eine Weile bei gut 1,05 Franken ein. Am Nachmittag büsste der Franken dann gegenüber dem Euro rund drei Rappen ein und stand um 16.35 Uhr bei 1,0890. Ähnlich markant war auch der Rückschlag im Verhältnis zum US-Dollar. Ein Dollar wurde um 16.37 Uhr zu 0,7642 Franken gehandelt.

Ob Interventionen der Nationalbank hinter dem rasanten Abfall des Franken stehen oder nicht, bleibt wie üblich offen. Die SNB lehnte gegenüber der Nachrichtenagentur AWP einen Kommentar dazu ab.

Euro-Anbindung nicht ausgeschlossen

Verschiedene SNB-Direktoren hatten sich zuvor im Anschluss an die am Mittwoch bekanntgegebenen neuen Massnahmen zur Schwächung des Franken gegenüber der Presse geäussert.

Die SNB könne die Liquidität noch weiter erhöhen, prüfe aber auch eine Reihe von weiteren Massnahmen, sagte demnach Direktoriumsmitglied Thomas Jordan. Die SNB werde dann handeln, wenn sie davon überzeugt sei, dass der Moment gekommen sei. Auch eine vorübergehende Anbindung des Frankens an den Euro schloss Jordan nicht aus.

Anzeige

Direktoriumsmitglied Jean-Pierre Danthine sagte gegenüber der Westschweizer Presse, dass in der derzeitigen Situation keine Massnahme mehr ausdrücklich ausgeschlossen werden könne.

(laf/tno/awp)