Der Euro steht zum Franken so hoch wie seit Aufgabe des Euro-Mindestkurses am 15. Januar 2015 durch die Schweizerische Nationalbank nicht mehr. Zu Wochenbeginn hat er bereits die Marke von 1.10 Franken überschritten und steht aktuell noch höher als zuletzt am 11. September. Damals markierte der Euro das Tageshoch bei 1.1053 Franken.

Heute Dienstag kletterte der Euro laut Bloomberg kurz vor 17.45 Uhr bis auf 1.10546 Franken. Seit Jahresbeginn hat sich der Franken stetig abgeschwächt, sowohl zum Dollar als auch zum Euro. Der US-Dollar steht heute zum Franken klar über Parität.

Kein sicherer Hafen mehr

Das erstaunt, zumal die Unsicherheit an den Finanzmärkten aufgrund der Situation in China sowie der Talfahrt beim Ölpreis gross ist. Trotzdem wurde der Schweizer Franken anders als der Japanische Yen sowie Gold nicht erneut zum sicheren Hafen. Gold stieg beispielsweise am heutigen Dienstag auf den höchsten Stand seit Anfang November. Das nährt Spekulationen über Interventionen der Schweizerischen Nationalbank.

Für die Schweizer Exportwirtschaft ist der sich abschwächende Franken auf jeden Fall ein gutes Zeichen. Im vergangenen Jahr waren die Exporte aus der Schweiz aufgrund der Frankenstärke rückläufig. Eine schwächere Währung macht Schweizer Produkte im Ausland wieder konkurrenzfähiger.