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Aufwertung
Franken zum Euro so teuer wie noch nie im 2016

Währungspaar: Das Brexit-Referendum belastet die Euro-Währung. Keystone

Der Franken erstarkt zum Euro: Wegen der Angst vor einem Brexit lassen immer mehr Anleger die Finger von der EU-Währung.

Veröffentlicht am 14.06.2016

Die Sorge vor den unabsehbaren Folgen eines EU-Austritts Grossbritanniens hat den Franken am Dienstag auf ein neues Jahreshoch getrieben. «Brexit-Ängste dominieren das Geschehen», erklärten die Experten der Bank Valiant. Ein Euro verbilligte sich auf 1,0794 Franken. Das ist der niedrigste Stand seit Ende 2015.

Der Franken gilt bei Anlegern als sicherer Hafen in unsicheren Zeiten und ist daher angesichts des offenen Ausgangs der Abstimmung seit Tagen gefragt. In gut einer Woche hat die Währung knapp drei Prozent an Wert gewonnen. Der Schweizer Notenbank ist das ein Dorn im Auge: Sie stemmt sich mit Negativzinsen und – bei Bedarf – Interventionen am Devisenmarkt gegen den Höhenflug der Währung. Denn ein starker Franken ist Gift für die exportorientierte Schweizer Wirtschaft.

Keine Kursänderung der SNB erwartet

Trotz der jüngsten Aufwertung des Franken erwarten Experten nicht, dass die Währungshüter auf ihrer vierteljährlichen Lagebeurteilung am Donnerstag ihre Geldpolitik weiter lockern. Dieses Pulver dürfte die SNB trocken halten, um bei möglichen Marktverwerfungen im Falle eines Brexits zu reagieren, erklärten die Valiant-Experten.

Die Briten stimmen am 23. Juni über einen Verbleib in der Staatengemeinschaft ab. TNS zufolge liegen die Brexit-Befürworter rund eine Woche vor dem Referendum «deutlich in Führung». Details nannten die Meinungsforscher nicht.

(reuters/awp/mbü/gku)

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