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Anlagefonds
Gefragt ist der richtige Zug

 

2013 bescherte vielen Aktienanlegern satte Renditen. Im laufenden Jahr ist die Auswahl der richtigen Titel zentral. Die Fähigkeiten von aktiven Managern stehen damit auf dem Prüfstand.

Von Maja Kälin
am 05.02.2014

Die Zeiten, in welchen ein einfaches Investment in einen hiesigen Index hohe zweistellige Renditen versprach, dürften vorerst vorbei sein. 2013 verzeichnete die Schweizer Börse die grössten Kursgewinne der letzten acht Jahre. Doch das aussergewöhnlich gute letzte Ak­tienjahr könnte so leicht nicht zu wiederholen sein. Die offenen Geldhähne der Notenbanken und nach oben korrigierte Wirtschaftsprognosen sorgten für steigende Kurse. Doch die Ak­tienhausse bescherte vielen Titeln reichlich Vorschusslorbeeren. Die Bewertungen sind zwar im historischen Vergleich noch nicht allzu hoch, Schnäppchen dürften allerdings immer schwieriger zu finden sein. Ausserdem treibt Anleger die Sorge um, ob die Hausse ihren Höhepunkt schon bald erreicht hat. Adam Lessing, Country Head Fidelity Switzerland, sagt: «Die Chancen an den Aktienmärkten bestehen weiterhin. Nur ist die Zeit des ‹Free Lunch› vorbei.»

Es gilt nun also, diese Unternehmen zu finden, welche auch nach dem Anstieg des Kurs-Gewinn-Verhältnisses noch Aufwärtspotenzial bieten. In diesem Umfeld sind aktive Manager gefragt. Sie müssen beweisen, ob es ihnen gelingt, die Spreu vom Weizen zu trennen. «Momentan und möglicherweise für länger ist es enorm wichtig, die richtigen Titel im Portefeuille zu haben», bringt es Lessing auf den Punkt. Allerdings haben verschiedenste Studien gezeigt, dass es einer Mehrheit der aktiv gemanagten Fonds nicht gelingt, eine Überrendite zu erzielen.

Doch wie findet man unter den weltweit über 7000 Fonds jene, welchen es tatsächlich gelingt, die Benchmark zu übertreffen? Die bankenunabhängige Vermögensberaterin Feri hat für die «Handelszeitung» in den vier Kate­gorien Aktien (Seite 41), Obligationen (Seite 42), Geldmarkt (Seite 45) und Immobilien (Seite 48) die zehn ertragreichsten Fonds von 2013 zusammengestellt. Die Unterschiede in der Performance sind gewaltig. Leider ist es in der Praxis nicht immer die beste Strategie, auf jene Fonds zu setzen, die in der Vergangenheit reüssierten.

Nach Stolpersteinen bei der Fondsauswahl befragt, antwortet Lessing von Fidelity: «Wir beobachten oft eine zu starke Konzentration der Gelder.» Eine mangelnde Diversifikation kann zu gros­sen Verlusten führen.

Ein zentraler Faktor bei der Fondswahl kommt dem Fondsmanager zu. Denn von seinen Fähigkeiten hängt es ab, ob der Fonds Rendite generieren kann. Doch nicht nur das: «Persönliche Kontakte zu Fondsmanagern machen es manchmal möglich, dass sich Türen zu Fonds öffnen, die sonst keine Gelder mehr annehmen», weiss Michel van der Spek von der Rothschild Bank.

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