Nach der reibungslosen Einführung von Bitcoin-Terminkontrakten erwägt die Börse CBOE in Chicago die Einführung weiterer Finanz-Produkte für die Cyber-Währung. «Wir werden in den kommenden Monaten Vertrauen schaffen, und bleiben Sie dran, es wird noch mehr kommen», sagte CBOE-Chef Ed Tilly am Montag der Nachrichtenagentur Reuters. Dabei könne es um Optionen auf Future-Kontrakte und Indexfonds (ETF) gehen. Auch könnten Produkte für andere Krypto-Währungen ausser Bitcoin folgen.

Am Sonntagabend hatte der erste Terminkontrakt auf Bitcoin sein Debüt an der CBOE, einer der weltgrössten Derivatebörsen, gegeben. Zwar habe es eine kurze Unterbrechung nach einem zehnprozentigen Kursanstieg gegeben, sagte Tilly. Aber insgesamt sei alles in geregelten Bahnen verlaufen. «Wir könnten nicht erfreuter sein damit, wie es vergangene Nacht gelaufen ist.» Der Future war zu einem Kurs von 15’000 Dollar in den Handel gegangen. Am Montagabend notierte er bei 18'510 Dollar.

Neues Rekordhoch für den Bitcoin

Gleichzeitig verteuerte sich der Bitcoin am Montag auf der führenden Krypto-Börse Bitstamp auf ein neues Allzeithoch von 17’270 Dollar (17'120 Franken). Seit Anfang des Jahres ist das ein Plus von mehr als 1700 Prozent. Die digitale Währung wird langsam erwachsen. Mit den Futures können Investoren auf den Kursverlauf wetten, ohne Bitcoin tatsächlich halten zu müssen. Hinter Bitcoin stehen weder Regierungen noch Zentralbanken. Über den Preis entscheiden allein Angebot und Nachfrage.

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Bitcoin wurde von einer Person oder Gruppe mit dem Pseudonym Satoshi Nakamoto entwickelt und 2009 vorgestellt. Unter dem Eindruck der Finanzkrise von 2008 sollte eine weltweit jederzeit verfügbare unabhängige Währung geschaffen werden. Ihr Herzstück ist die sogenannte Blockchain, in der alle Transaktionen fälschungssicher gespeichert werden. Fans der Cyber-Devise hoffen darauf, dass Bitcoin langfristig Gold den Rang als «Antikrisen-Währung» streitig machen kann.

(reuters/me)

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