Der Eurokurs ist nach dem gescheiterten Treffen der Euro-Finanzminister am Montag stark unter Druck geraten. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde zuletzt mit 1,1333 US-Dollar gehandelt. Vor dem ergebnislosen Treffen hatte der Euro noch über der Marke von 1,14 Dollar notiert.

Der Euro geriet nach der Zusammenkunft gegenüber allen wichtigen Währungen unter Druck. Gegenüber dem Schweizer Franken fiel der Euro zeitweise auf 1,055 nach noch 1,063 Franken am späten Nachmittag. Um 20.00 Uhr abends steht er bei 1,0557 Franken; der US-Dollar kostet 0,9318 nach 0,9319 Franken am Nachmittag.

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Gespräche geplatzt

Die griechische Regierung liess zum zweiten Mal binnen weniger Tage Gespräche über den Umgang mit ihren Milliardenschulden platzen. Die Forderungen von Eurogruppenchef Jeroen Dijsselbloem seien «unlogisch und inakzeptabel», hiess es aus Kreisen der griechischen Regierung. Die weiterhin grossen Differenzen zwischen der Eurogruppe und der griechischen Regierungen hätten den Euro belastet, sagte Josh O'Byrne, Devisenexperte bei der Citigroup in London.

Die Eurogruppe hat Griechenland nun eine Frist bis Ende der Woche gesetzt, um die Verlängerung des aktuellen Programms zu beantragen. «Wir können diese Woche noch nutzen, aber das ist es», sagte Eurogruppenchef Jeroen Dijsselbloem. Wenn Griechenland von sich aus eine Verlängerung des Hilfsprogramms beantrage, sei man grundsätzlich bereit, am Freitag ein neues Treffen der Euro-Finanzminister zu organisieren.

Dijsselbloem verwies dabei auf parlamentarische Fristen. In einigen Euroländern müssten die Parlamente einer Verlängerung des eigentlich Ende des Monats auslaufenden Hilfsprogramms für Athen zustimmen.

(awp/ise)