Das Umsatzwachstum ist mit plus 11% in Euro für die ersten fünf Monate des Geschäftsjahres 2008/09 leicht über den Erwartungen ausgefallen. Chevreux hat darauf das Kursziel auf 72 von 70 Fr. erhöht. Dennoch mussten die Valoren von Richemont am Tag der Publikation Federn lassen. Satte 7,7% verloren die Aktien und zogen auch die Konkurrentin Swatch (minus 7,5%) in Mitleidenschaft. Schuld an der Skepsis der Anleger ist der vage und verhaltene Ausblick Richemonts, was das künftige Geschäft in Nordamerika angeht. Die Marktteilnehmer rechnen mit einer Wachstumsverlangsamung in Übersee.

Günstiger als Konkurrenz

Im Oktober steht die Abspaltung der British American Tobacco (BAT) bevor, danach ist Richemont ein reiner Luxusgüterkonzern. Die Ankündigung wurde von den Anlegern mit Kursavancen aufgenommen.

«Unseres Wissens hat der erste Schritt der Transaktion keine Steuerfolgen», so Sarasin-Analyst Patrick Hasenböhler. Für Richemont spricht auch die Bewertung: Vontobel schätzt das Kurs-Gewinn-Verhältnis für 2009 auf 11,2 (nur Luxus): «Eine attraktive Bewertung, vor allem im Peer-Vergleich», sagt Vontobel-Analyst René Weber. Mit seinem Buy-Rating ist Weber nicht alleine: 58% der Analysten würden Richemont kaufen.