Die Aktie von Glencore hat am Mittwoch im Londoner Handel den zweiten Tag in Folge zugelegt. Die Notierungen für Metalle rückten vor. Glencore versicherte Investoren, der Bergbaukonzern sei in der Lage, aktuelle Marktbedingungen zu überstehen.

Die Glencore-Aktie notierte am Mittwoch zeitweise 10,2 Prozent im Plus und war um 10.30 Uhr (MESZ) 6,5 Prozent fester. Seit Jahresbeginn hat der Aktienkurs um 71 Prozent nachgegeben und bildet damit das Schlusslicht im britischen Leitindex FTSE 100 Index.

Berg- und Talfahrt

Für Glencore-Investoren glichen die vergangenen beiden Handelstage einer Berg- und Talfahrt. Am Montag war der Kurs um 29 Prozent auf ein Allzeittief eingebrochen. Hinter dem Kursrutsch standen Ängste, der Konzern der Bergbaukonzern und Rohstoffhändler sei nicht ausreichend schnell beim Schuldenabbau.

Am Dienstag folgte ein Kursschub von 17 Prozent, als Glencore mitteilte, der Konzern habe keine Liquiditätsprobleme und die Geschäftslage sei weiter finanziell solide.

Erinnerungen an Lehman Brothers

Investoren, darunter der Finanzdienstleister Legal & General Group hatten Glencore gedrängt, das Schweigen zu brechen, da der Konzern einer Situation nahekomme, die jener von Lehman Brothers ähnle. Bei dem Zusammenbruch der US-Bank 2008 war der Aktienkurs in freien Fall übergegangen, während das Management der Bank keine aktuellen Informationen ausgab.

Die nun gemachten Äusserungen stellen aber nicht ganz zufrieden: «Es war eine eher defensive Mitteilung von Glencore, aber verständlich, angesichts der Turbulenzen der letzten Tage», hiess es in einer Einschätzung des Londoner Brokers Numis Securities am Mittwoch.

(bloomberg/ise/ama)