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Szenario
Gold droht der Fall unter 1000 Dollar

Gold in der Krise: Die Investoren glauben derzeit nicht an das glänzende Edelmetall. (Bild: Keystone)

Die Erholung nach dem Crash scheint nur von kurzer Dauer gewesen zu sein. Ein Rohstoffexperte der Credit Suisse sieht das Edelmetall nun vor einem noch drastischeren Preissturz.

Veröffentlicht am 17.05.2013

Das sind trübe Aussichten: Geht es nach den Resultaten einer von Credit Suisse (CS) durchgeführten Umfrage unter Investoren, wird sich der Goldpreis nicht weiter erholen und in auch in zwölf Monaten unter der Marke von 1400 Dollar pro Unze handeln.

Noch drastischer sieht die Analyse des CS-Goldexperten Ric Deverell aus: Er sieht laut Bericht des Finanznachrichtendienstes «Bloomberg» den Goldpreis in einem Jahr bei rund 1100 Dollar – in fünf Jahren gar den Fall unter die 1000-Dollar-Marke.

Zum Vergleich: Nach dem Absturz auf 1323 Dollar vor einem Monat hat sich das glänzende Edelmetall in den vergangenen Wochen nur kurz erholen können – und notiert aktuell bei rund 1375 Dollar.

«Gold wird zerquetscht», sagt Deverell, der vor seinem Wechsel zur Schweizer Grossbank im Jahr 2010 während einer Dekade für die australische Zentralbank gearbeitet hatte. «Gold als Vermögenserhalt zählt nicht mehr, zumal die Wahrscheinlichkeit einer Inflation in den kommenden drei bis fünf Jahren signifikant kleiner geworden ist.»

Bei der ebenfalls von «Bloomberg» publizierten Umfrage hatte die CS insgesamt 185 Grossinvestoren wie Hedgefonds, Pensionskassen oder Family Offices zu Rohstoffen befragt: Gold schnitt am schlechtesten ab.

(vst/aho)

 

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