Der Goldpreis hat sich am Mittwoch von seinem scharfen Preisrückgang am Dienstag erholt. Am Mittwochvormittag kostete eine Feinunze (etwa 31 Gramm) des Edelmetalls 1273 US-Dollar und damit fünf Dollar mehr als am Dienstagabend. Dagegen war der Goldpreis am Nachmittag des Vortages zügig um etwa 40 Dollar abgesackt. Mit 1266 Dollar war Gold so wenig Wert wie seit dem Brexit-Referendum Ende Juni nicht mehr.

Die Analysten der Commerzbank erklärten den Preiseinbruch mit steigenden Zinserwartungen in den USA. Am Dienstag hatten sich zwei US-Notenbanker, die allerdings für eine straffe geldpolitische Haltung bekannt sind, für eine baldige Fortsetzung der Ende 2015 begonnenen Zinswende durch die US-Notenbank Fed ausgesprochen. Daraufhin stiegen die Zinsen für Staatsanleihen spürbar an, was Gold unter Druck setzte. Der Grund: Ein grosser Nachteil der Goldanlage ist, dass sie zinslos ist. Steigen die Marktzinsen, verliert Gold in der Regel an Attraktivität.

(awp/cfr/chb)