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George Soros
«Gold ist kein sicherer Anlagehafen»

Goldbarren: Das Edelmetall hat kursmässig von seiner Faszination eingebüsst. (Bild: Bloomberg)

2011 sprach der US-Grossinvestor im Zusammenhang mit Gold von der «ultimativen Blase» – nun habe die Schuldenkrise für Soros den Nimbus von Gold als sichere Wertanlage zerstört.

Veröffentlicht am 08.04.2013

Der US-Grossinvestor George Soros sieht den Ruf von Gold als sicherer Anlagehafen beschädigt, rechnet aber dennoch nicht mit einem Preisverfall. «Die Zentralbanken werden weiterhin kaufen, deshalb gehe ich nicht davon aus, dass der Preis sinkt», sagte Soros der «China Morning Post».

Der Nimbus von Gold als sichere Wertanlage sei aber in der Schuldenkrise «zerstört» worden. Als der Euro im vergangenen Jahr an den Rand des Zusammenbruchs geraten sei, hätten sich viele Investoren aus Mangel an anderen lukrativen Verkaufsmöglichkeiten auch von Gold getrennt. Der Kurs habe sich daher nicht wie erhofft entwickelt. «Wegen der Enttäuschung darüber haben die meisten Leute ihre Bestände reduziert», sagte Soros.

2011 hatte Soros Gold als die «ultimative Blase» bezeichnet. Ende 2012 kam es offensichtlich auch bei ihm zu einer Vertrauenskrise bei dem Edelmetall. Er trennte sich massiv von Aktien an einem mit Gold gedecktem ETF, dem SPDR Gold Trust.

Der Preis für Spot-Gold ist in diesem Jahr bereits um fast sechs Prozent gesunken. Der S&P-500-Index hat im Gegensatz zu Gold seit Jahresbeginn um fast neun Prozent zugelegt. Die Goldrally zuvor hatte fast zwölf Jahre angehalten.

(vst/aho/reuters)

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