Am Morgen ist der Preis für eine Feinunze Gold vorübergehend auf bis auf 1535 Dollar gefallen. Das bedeutete einen Wertverlust von 7,3 Prozent zum letzten Handelstag. Silber brach in der Spitze sogar um gut 16 Prozent auf 26 Dollar ein.

Damit büssten die beiden Edelmetalle binnen drei Handelstagen 14 beziehungsweise 34 Prozent ihres Wertes ein. Dies war der grösste Preisverfall seit jeweils rund 30 Jahren.

Allerdings erholten sich sowohl Gold als auch Silber im Tagesverlauf von den Tiefstständen. Am Nachmittag stand die Feinunze Gold bei 1616 Dollar noch um 2,5 Prozent tiefer, die Silber-Unze notierte mit 28,1 Dollar um 9,0 Prozent tiefer.

Das Motto lautet «Cash is King»

Der Analyst Song Seng Wun von CIMB Research erklärte, dass der Goldpreis angesichts der Rally in den vergangenen Jahren reif für eine Korrektur sei. Seit der Lehman-Pleite im Herbst 2008 hat sich der Goldpreis mehr als verdoppelt.

Getreu dem Motto «Cash is King» horteten Anleger Bargeld oder investierten es in die Weltleitwährung Dollar. «In Zeiten extremer Anspannung gibt es keinen Ersatz für Liquidität», sagte Analyst Tom Kendall von der Credit Suisse. «Gold ist zwar im Vergleich zu anderen Metallen liquide, bei einer Flucht ins Bargeld zählt aber Cash allein - und das bedeutet US-Dollar.»

Zum Franken stand der Dollar am Nachmittag wenig verändert bei gut 90 Rappen.

(tno/sda)

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