Die Aussicht auf weiter billiges Notenbankgeld in den USA hat dem Goldpreis am Donnerstag Auftrieb gegeben. Der Preis für eine Feinunze (etwa 31,1 Gramm) konnte am Morgen die kräftigen Gewinne vom Vorabend nahezu halten. In der Nacht zum Donnerstag hatte der Goldpreis bei 1189,91 Dollar den höchsten Stand seit Juni erreicht.

Als Preistreiber beim Gold gilt unter anderem die Geldpolitik in den USA. An den Finanzmärkten rechnen immer mehr Anleger mit einer Verschiebung der ersten Zinserhöhung seit der schweren Finanzkrise ins kommende Jahr. Die Aussicht auf weiter extrem niedrige Zinsen hatte den Dollar zuletzt unter Druck gesetzt. Durch die Schwäche der amerikanischen Währung wird das gelbe Edelmetall ausserhalb des Dollarraums günstiger, was die Nachfrage verstärkt.

Sorge um Weltwirtschaft

Ausserdem seien die Sorgen um die weitere Entwicklung der Weltwirtschaft nach enttäuschenden Konjunkturdaten aus China grösser geworden, erklärten Rohstoffexperten der Commerzbank die stärkere Nachfrage nach Gold. Ihrer Einschätzung nach führen Konjunktursorgen und jüngste Einbrüche an den Aktienmärkten «zu einem Anstieg der Risikoaversion, wovon Gold als sicherer Hafen zu profitieren scheint».

(awp/dbe/ama)