Angesichts der Stabilisierung der Finanzmärkte hat der Goldpreis seine Talfahrt vom Vortag fortgesetzt. Der Preis für eine Feinunze Gold (etwa 31 Gramm) fiel um 29,02 US-Dollar auf 1730,30 Dollar. Zeitweise sank der Goldpreis sogar bis auf 1704,25 Dollar. Am Dienstag war er noch auf ein Rekordhoch bei 1911,46 Dollar gestiegen.

Die Zuversicht sei zuletzt wieder an die Finanzmärkte zurückgekehrt, sagten Händler. Vor allem die anstehende Rede von US-Notenbankchef Ben Bernanke am Freitag sorge für Zuversicht. Man erwarte hier Signale für eine weitere geldpolitische Unterstützung für die Wirtschaft. Anleger würden daher Gold weniger als sichere Alternative nachfragen.

Fonds würden nach dem starken Preisanstieg der vergangenen Wochen Gewinne mitnehmen und das Geld in Aktien umschichten, schreibt die Commerzbank in einem Kommentar. Spekulative Finanzanleger würden zudem ihre Wetten (Long-Positionen) auf steigende Goldpreise auflösen, da die Hinterlegungspflichten für Gold-Futures an der US-Warenterminbörse Comex erhöht wurden.

Einen deutlichen Preisrückgang erwartet die Commerzbank jedoch nicht. Das verminderte Preisniveau dürfte vor allem in Asien für Goldkäufe genutzt werden.

(laf/tno/awp)

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