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Goldpreis profitiert vom Ende des Mindestkurses

Gold: In der US-Währung gehandelt. Keystone

Der Goldpreis legt nach dem Paukenschlag der Nationalbank deutlich zu - und klettert auf den höchsten Stand seit September 2014.

Veröffentlicht am 15.01.2015

Der Goldpreis hat merklich von einem überraschenden Schritt der Schweizerischen Nationalbank (SNB) profitiert. Nachdem die SNB die faktische Anbindung des Schweizer Franken an den Euro-Kurs aufgegeben hatte, stieg der Goldpreis um etwa 2,7 Prozent oder 35 Dollar auf bis zu 1264 Dollar. Das ist der höchste Stand seit September 2014.

In Euro gerechnet fielen die Gewinne noch deutlicher aus. Mit 1086 Euro lag der Preis so hoch wie letztmalig im Mai 2013. Im Vergleich mit Mittwoch ergaben sich Gewinne von 44 Euro oder knapp 4 Prozent.

Lockere Geldpolitik dürfte anhalten

Händler nannten vor allem zwei Gründe für den steigenden Goldpreis: Zum einen habe der Dollar nach der Entscheidung der SNB nicht nur zum Franken, sondern auch zu anderen Währungen an Wert verloren. Weil Gold in der US-Währung gehandelt wird, wurde der Erwerb des Edelmetalls für Anleger in der Tendenz günstiger.

Zusätzlich sei die Goldnachfrage beflügelt worden, weil der Schritt der SNB vor Augen geführt habe, dass die extrem lockere Geldpolitik vieler Notenbanken anhalten dürfte. Niedrige Zinsen gelten prinzipiell als gutes Umfeld für Gold, weil das Edelmetall selbst keine Zinsen abwirft.

(awp/tno/ama)

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