Der zunehmend stärkere US-Dollar hat den Goldpreis am Freitag auf ein neues Jahrestief gedrückt. Am Freitagnachmittag fiel der Preis für eine Feinunze (31 Gramm) bis auf 1136 Dollar. Das ist der tiefste Stand seit November 2014. Nachdem Mitte Januar das Jahreshoch von 1307 Dollar erreicht worden war, ging es für das Edelmetall um 13 Prozent nach unten.

Fachleute begründen die aktuelle Goldschwäche vor allem mit der Stärke des amerikanischen Dollar, der das Edelmetall für Investoren ausserhalb des Dollarraums verteuert und die Nachfrage belastet. Der Dollar profitiert vor allem von der Aussicht auf baldige Zinsanhebungen durch die US-Notenbank.

Gold dient nicht mehr als Krisenwährung

Darüber hinaus haben sich die Turbulenzen am chinesischen Aktienmarkt ebenso etwas beruhigt wie die Griechenlandkrise. Angesichts dieses «freundlichen Grundtenors» sei Gold, das auch als Krisenwährung gilt, weniger gefragt, heisst es in einer Studie der Landesbank Baden-Württemberg. Als Inflationsschutz wird Gold ebenfalls weniger nachgefragt, weil von einer stark steigenden Geldentwertung trotz einer weltweit lockeren Geldpolitik wenig zu sehen ist.

(awp/mbü)