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Griechische Anleihen sind plötzlich wieder gefragt

Griechenland: Die wirtschaftlichen Aussichten haben sich aufgehellt. Keystone

Während der Finanzkrise haben Anleger die Staatspapiere Griechenlands gemieden. Das ändert sich jetzt – die Papiere gelten nicht mehr als hochriskantes Investment.

Veröffentlicht am 21.08.2017

Die verbesserte Bonitätsnote Griechenlands bei der Rating-Agentur Fitch hat die Anleihen des Landes wieder beliebter gemacht. Die Rendite der zehnjährigen Titel fiel im Gegenzug am Montag auf 5,584 Prozent.  Das Risiko dürfe nach wie vor nicht unterschätzt werden; durch die Hochstufung rücke das Land aber einen weiteren Schritt vom Ausfallrisiko weg, sagte Analyst Daniel Lenz von der DZ Bank. Der Schritt von Fitch sei allerdings bereits erwartet worden, daher falle die Marktreaktion verhalten aus.

Nach S&P und Moody's äusserte sich am Freitag auch Fitch zufrieden über die Entwicklung Griechenlands. Die Analysten bewerten die langfristigen Verbindlichkeiten des Landes nun mit «B-» nach zuvor «CCC».  Das bedeutet, dass Fitch griechische Papiere zwar noch immer als hochspekulative Anlagen einstuft und es zu Kreditausfällen kommen kann. Diese seien aber nur bei einer Verschlechterung der Lage wahrscheinlich. Griechenland ächzt unter einem riesigen Schuldenberg und musste in den vergangenen Jahren mehrfach mit Geldern der Euro-Gruppe gestützt werden.

(reuters/mbü/me)

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