Nach Griechenlands neuerlicher Absage an eine Verlängerung seines Hilfsprogramms ist der Athener Leitindex am Morgen zum Börsenstart erneut abgesackt. Der Athex gab zunächst um rund 4,5 Prozent nach, erholte sich im Laufe des Vormittags aber etwas.

Der Zins für griechische Staatsanleihen mit einer Laufzeit von zehn Jahren, ein Indikator für die Stimmung am Markt, blieb dagegen mit rund 9,5 Prozent im Vergleich zu Montag relativ stabil.

Hilfsprogramm «unannehmbar»

Auch der Deutsche Aktienindex (Dax) gab am Morgen zunächst deutlich nach, ehe er wieder auf das Niveau des Vortags von knapp 10'850 Punkten kletterte. Ähnlich entwickelte sich der Schweizer Schwergewichte-Index SMI, der gegen 11 Uhr praktisch unverändert bei 8712 Zählern notierte. Der Euro stieg wieder über die Marke von 1.06 Franken und stand bei 1.0640.

Athen hatte am Montag den Vorschlag von Eurogruppenchef Jeroen Dijsselbloem zu einer «technischen Verlängerung» des noch bis Ende Februar laufenden derzeitigen Hilfsprogramms als «unannehmbar» zurückgewiesen. Die Eurogruppe setzte Griechenland daraufhin eine letzte Frist zur Einigung bis Freitag.

«Massgeschneiderte» Schritte

Die Athener Regierung will 30 Prozent der bisherigen Spar- und Reformauflagen nicht umsetzen und durch «massgeschneiderte» Schritte ersetzen. Keinesfalls umsetzen will Athen eine Erhöhung der Mehrwertsteuer und eine Senkung der Renten, die schon jetzt sehr niedrig sind.

(sda/tno/ama)

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