Investor Carl Icahn, seit diesem Jahr Grossaktionär bei Transocean, fordert von dem an der Schweizer Börse Six kotierten US-Ölbohrkonzern nach wie vor die Auszahlung einer Dividende von 4 US-Dollar  je Aktie. Nach Jahren einer aus Sicht der Aktionäre schwachen Kapitalallokation werde er an der kommenden Generalversammlung vom 17. Mai die Forderung einer Dividendenausschüttung in dieser Höhe stellen, geht am Montagabend aus einer Mitteilung des Investors hervor.

Transocean hatte früher am Montag in einer Mitteilung die Auszahlung einer Dividende von 2,24 Dollar pro Aktie vorgeschlagen. Dies sei mit den finanziellen Zielen des Konzerns vereinbar und erlaube es, die Aktionäre an dem Unternehmenserfolg teilhaben zu lassen, hiess es. Somit könnten auch Verbindlichkeiten gesenkt werden.

Icahn würde dagegen anstatt der Senkung von tief verzinsten Verbindlichkeiten im Umfang von 1 Milliarden Dollar lieber eine höhere Ausschüttung für die Aktionäre sehen.

Weiter will er für den Verwaltungsrat mindestens drei neue, alternative Mitglieder zur Wahl vorschlagen, die sich für eine aktionärsfreundliche Kapitalallokationsstrategie einsetzten. Eine solche Strategie sollte sich laut Icahn in einer permanenten Ausschüttungsquote von mindestens 85 Prozent des Reingewinns manifestieren.

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Gemäss einer Beteiligungsmeldung vom 6. Februar hält Carl Icahn 5,39 Prozent an Transocean.

(tno/awp)