Steigende globale Temperaturen, ein immer höherer Verbrauch fossiler Energieträger und absehbare Verknappung von nicht erneuerbaren Energien bilden die problematische Seite des Wachstumsschubs in den aufstrebenden Ländern.

Abgesehen vom wenig realistischen «Weg zurück» in der postindustriellen Entwicklung, stellen neue Technologien einen gangbaren, finanzierbaren und, weil so in neuen Sektoren auch zahlreiche neue Geschäftsmodelle und Arbeitsplätze entstehen, sozialverträglichen Weg dar, um entweder mit immer weniger Ressourcen mehr zu machen oder erneuerbare Energiequellen zu erschliessen.

Schutz gegen Währungsverluste

Hier setzt ein neues Produkt von EFG an. Die Bank hat ein kapitalgeschütztes Produkt mit vierjähriger Laufzeit und einem 4%-Coupon (entsprechend rund 1% garantierte Verzinsung pro Jahr) auf einen Aktienkorb ökologisch nachhaltiger Aktien entwickelt (VN 3997532). Unternehmen, deren Haupttätigkeit in der Erhaltung einer sauberen Umwelt liege, so heisst es bei EFG, seien gegenwärtig günstig positioniert. Der Basket umfasst zehn Aktien aus den Bereichen erneuerbare Energien (in erster Linie Solarenergie), Recycling- und Wasseraufbereitungsindustrie sowie biologisch angebaute Lebensmittel.

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Firmen im Bereich erneuerbarer Energien profitieren von höheren Rohölpreisen, weil dadurch erst die wenig verbreiteten und noch relativ teuren Technologien zunehmend konkurrenzfähig werden. Hier wie auch bei den Recycling-Firmen spielen gesetzliche Auflagen und finanzielle Anreize eine fördernde Rolle. Und der Markt für Bioprodukte wächst seit einiger Zeit mit jährlichen Raten um 20%.

Mit Geberit, Veolia Environment und Suez sind drei Firmen aus dem Wasserbereich vertreten. Hinzu kommen Solarwerte wie Q-Cells und Solarworld sowie das Recycling-Unternehmen LKQ Corp. Mit Sims Group und der Suncor-Aktie sind Firmen für erneuerbare Energien und mit dem Whole Food Market ein Biolebensmittelhändler enthalten.

Das Produkt ist in Franken denominiert und weist eine Quanto-Struktur auf, mit der das Produkt gegen Währungsverluste gesichert ist.

Laut Michael Hölzle, Derivateexperte bei EFG in Zürich, weist das Produkt keinen Ausgabeaufschlag auf. «Zudem erheben wir bei diesem Produkt keine Managementgebühr», so Hölzle. Der Schutz bezieht sich auf den Verfallszeitpunkt, während der Laufzeit könnte der Preis auch einmal unter den Ausgabepreis fallen. Nach oben besteht laut Hölzle ein Gewinnmaximum von 25%. Der Kursanstieg berechnet sich aus dem Durchschnitt der zehn Aktien. Wenn der Aktienbasket stärker steigt, partizipiert der Anleger nicht mehr weiter. Dafür wird die Quanto-Struktur, die Minimalverzinsung sowie die Kapitalgarantie finanziert.

Breite Palette an Produkten

Damit eignet sich das Produkt für defensiv eingestellte Anleger, die für die hier zusammengefassten Aktien zwar ein gewisses Potenzial erkennen, aber lieber ein Sicherheitsnetz sowie einen Schutz vor Währungsverlusten haben als unbegrenztes Aufwärtspotenzial ohne jeglichen Schutz. Eine Alternative sind beispielsweise die rund 20 in der Schweiz erhältlichen Wasser-Themen-Zertifikate. Neben EFG bieten diese auch andere Banken wie ABN Amro, Credit Suisse, Goldman Sachs, Merrill Lynch, die UBS oder Wegelin an. Ähnlich breit ist das Angebot bei Firmen im Bereich erneuerbare Energien; hier gibt es neben den Baskets und speziellen Index-Trackern auch Hebelprodukte sowie Discounter.